Mit SEO-Content zu mehr Traffic.

Mit SEO-Content zu mehr Traffic.

SEO-Content ist das wichtigste Vehikel zur Generierung von organischem Traffic. Doch Content-Produktion kostet viel Zeit und Geld. Der ROI bleibt im Dunkeln. Was musst Du als Content Creator beachten, damit sich der Aufwand lohnt? 

Trafficgenerierung ist ein wesentliches Ziel im Content-Marketing. Die massiven Investitionen in Content-Marketing führen jedoch dazu, dass Money Keywords heiß umkämpft sind. Da ist der Reiz groß, für jedes Longtail-Keyword einen eigenen Artikel im Blog zu veröffentlichen und bis ins Unendliche zu optimieren. Aber führt das zu mehr Umsatz?

Tatsächlich entscheidend ist der Mix. Zunächst einmal geht es darum, für den Zielkunden attraktive Inhalte bereitzustellen. Der Rest ergibt sich dann fast von selbst…

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1. Keywords mit Potenzial ermitteln

Recherche

Liste alle Keywords auf, die Potenzial versprechen. Bei der Recherche helfen Keyword-Tools wie der Google Keyword-Planer oder das kostenlose Tool keyword.io. Gute Ergebnisse liefert aber auch Google Suggest, also die Autovervollständigung der Google-Suche:

google-suggest-beispiel

Basis sind prinzipiell die gewählten Themenschwerpunkte, welche auch in Deiner Content-Marketing-Strategie beschrieben werden. Ausgehend von diesen lässt sich jeweils ein Content Cluster wie in dieser Skizze ableiten:

topic-cluster

Denk daran, dass es auch für Fachbegriffe oftmals Synonyme gibt. Keyword-Tools liefern Dir diese leider nicht immer. Hier ist Deine Expertise gefragt. Oder aber Du durchstöberst Foren, Social Media Kanäle und die Webseiten Deiner Wettbewerber.

Bewerte Deine Keywords

Versuche nun, Struktur in Deine Liste zu bringen. Gruppiere dazu Keywords, die thematisch zusammengehören. Als nächstes versuche das Potenzial zu ermitteln: Wie groß ist das Suchvolumen? Wie groß ist der Wettbewerb? Welche Intention steckt hinter dem Suchbegriff? Wo gibt es Überschneidungen mit bestehendem Content?

2. Content produzieren

Produziere nunmehr ein Content Asset, welches auf ein besonders interessantes Keyword ausgerichtet ist. Aber stecke nicht zuviel Energie in das Asset. Denn ob sich der Aufwand tatsächlich lohnt, bleibt zunächst im Dunkeln. Deshalb eignet sich das Konzept des Agilen Content Marketing besonders gut für SEO-Content. Demnach ist es sinnvoll, zunächst einen eher rudimentären Textartikel zu produzieren. 

3. Onpage-Optimierung

Um schnell den Erfolg eines Content Assets ermitteln zu können, konzentriere Dich auf grundlegende Onpage-Optimierung. Achte darauf, dass das betreffende Keyword hier jeweils genau einmal vorkommt:

  • Seiten-URL
  • Seiten-Titel
  • Seiten-Beschreibung
  • H1
  • Einleitung
  • Abschluss / Fazit

Tipps für die Optimierung

  1. Je Artikel eine H1-Überschrift und ein Titel, in dem die zugehörige Keyword-Phrase vorkommt. Beides möglichst nur bestehend aus 6-8 Wörtern.
  2. Eine Seitenbeschreibung, in der das Keyword erneut vorkommt und welche den Titel ergänzt.
  3. Auch der Seitenname (also die URL) sollte das vollständige Keyword beinhalten. Verzichte dabei jedoch auf Sonder- und Leerzeichen.
  4. Den Inhalt mit Auflistungs-/Aufzählungs-Tags sowie mit Unterüberschriften (h2, h3, …) hierarchisch gliedern.
  5. Einsatz von Alt- bzw. Title-Tag in Grafiken und Hyperlinks.
  6. Wir empfehlen eine Artikelgröße von 500 bis 800 Wörtern und drei bis sechs Grafiken. Bei starkem Wettbewerb im Ranking empfiehlt sich eine größere Artikellänge.
  7. Verlinke die Seiten untereinander sinnvoll. Auch Links zu externen Quellen sind wertvoll, wenn diese relevanten Content beinhalten.

Speed, Speed, Speed

Nutze den Google Speed Test, um die Ladegeschwindigkeit Deiner Seiten zu überprüfen. Wir empfehlen einen Wert von mindestens 80/100. Auf die Bremse drücken nicht nur schlecht komprimierte Grafiken, sondern auch Tracking- und Plugin-Skripte.

Strukturierte Daten verwenden

Wenn Du Deine Webseiten mit strukturierten Informationen auf Basis von Schema.org organisierst, sind die Inhalte besser indexierbar. Somit sind solche Markups für die Suchmaschinenoptimierung von relativ großer Relevanz. Die mit Hilfe strukturierter Daten erzeugten “Rich Snippets” erhöhen die Attraktivität von Suchergebnissen und können die Klickrate auf diese Ergebnisse deutlich verbessern.

Seiten indexieren

Sofern die neue Seite in der Sitemap enthalten ist, werden Suchmaschinen sie früher oder später in ihren Index aufnehmen. Vielleicht.

Um den Vorgang zu beschleunigen und evtl. Fehler im Vorwege zu erkennen, reiche URLs manuell ein. Die Google Search Console erlaubt es Dir, täglich bis zu zehn Seiten einzureichen. 

4. SEO-Analytics

Ob ein neuer Artikel gut rankt und Potenzial besitzt, zeigt Dir die Google Search Console. Wenn auch mit einer Verzögerung von etwa 36 Stunden. 

Search Console für Keyword-Ideen

1. Zu geringes Suchvolumen

Indikator: Zu wenig Impressions in der Suche
Maßnahme: Anderes Keyword ausprobieren

2. Zu schwaches Ranking

Indikator: Position > 20

Bei zu schwachen Rankings wird es schwierig, das Keyword noch auf die Top 10 zu drücken
Maßnahme: Anderes Keyword ausprobieren

3. Zu wenig Klicks im Suchergebnis

Indikator: CTR bei Top-10-Ranking < 5%
Maßnahme: Seiten-Titel und -Beschreibung besser ausformulieren

Prüfe unbedingt regelmäßig jeden dieser drei Faktoren. Nur wenn die Performance  gleichermaßen gut ist, solltest Du mit dem Keyword und der Seite fortfahren. So wie in dem gezeigten Beispiel (siehe Screenshot).

Maßnahmen dokumentieren

Ergänze Deine Übersicht aller Seiten und dokumentiere jede Optimierungsmaßnahme:

  • URL
  • Titel
  • Keyword
  • Position bzw. Verweildauer
  • Datum
  • Maßnahmenbeschreibung

Warte stets mindestens 10-14 Tage, bevor Du den Erfolg einzelner Maßnahmen erneut misst. So viel Zeit vergeht, bevor Maßnahmen tatsächlich greifen.

Weitergehende Optimierung von Low-Performance-Artikeln

Bist Du mit der SEO-Performance einzelner Seiten noch nicht zufrieden? Oder entspricht der generierte Traffc nicht Deinen Vorstellungen? Dann gehe Stück wie folgt vor:

  1. Wechsle auf ein alternatives Keyword bzw. Long Tail Keyword, welches viel Potenzial verspricht. Die Google Search Console liefert fast immer gute Ideen.
  2. Lege Artikel zusammen, bei denen sich die Keywords überschneiden und SEO-Maßnahmen kanibalisieren. Entferne alternativ eine der beiden Seiten aus dem Google-Index.
  3. Liefert eine Seite immer noch vergleichsweise wenig generischen Traffic, ist aber ansonsten gut besucht, entferne sie aus dem Google-Index.
  4. Allgemein inperformante Seiten kannst Du ruhigen Gewissens löschen bzw. den Inhalt zerpflücken und in neue Artikel einfließen lassen.
  5. Wenn der Artikel schlecht rankt, ansonsten aber für viel Engagement sorgt, entwickle einen Linkmagneten. Also eine Seite, die für viele Backlinks sorgt. 

Weitergehende Optimierung von High-Performance-Artikeln

Du willst mit ertragreichen Seiten den Platz #1 bei Google erreichen?

  • Erweitere Artikel inhaltlich
  • Kümmere Dich um ein maximales Engagement
  • Gewinne Backlinks (Offpage-Optimierung)

Achtung: Vergiss nie, dass der Content vor allem Deinem Zielkunden gefallen muss. Nehme deshalb immer wieder dessen Perspektive ein! Mehr noch: Setze alle Hebel in Bewegung, um ihm den Aufenthalt auf der Website so angenehm wie möglich zu gestalten und seiner Intention gerecht zu werden. Das bedeutet auch: Viel hilft nicht immer viel.

Fazit

SEO-Content sorgt für kontinuierlichen Traffic. Wie gut der Traffic ist, hängt maßgeblich vom Keyword ab. Position 1 in den Suchergebnissen mit einem irrelevanten Keyword zu besetzen ist nichts, worauf man stolz sein kann.

Über den Autor
Über den Autor

Moin aus Hamburg! Mein Name ist Frank Rix und ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Content-Marketing und Conversion-Optimierung. Mein erstes Content-Projekt war 1997 ein Infotainment Special für otto.de.

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