Darum sind regelmäßige Content-Audits so wichtig.

Darum sind regelmäßige Content-Audits so wichtig.

Hin und wieder ist es mal Zeit zum Innehalten. Insbesondere im Content-Marketing, wo die Akteure in eine Art Lethargie verfallen und wie am Fließband Inhalte produzieren. Ein Content-Audit hilft Dir dabei, Ressourcen besser auszurichten und weniger für die Mülltonne zu produzieren.

Content Creator produzieren unaufhaltsam mehr oder minder tolle Inhalte. Häufig nach dem Motto: Viel hilft viel. Trotz regelmäßiger Erfolgsmessungen schleichen sich jedoch mit der Zeit immer wieder Fehler ein, die einem irgendwann auf die Füße fallen. Zum Verhängnis werden kleine Fehler häufig dann, wenn Suchmaschinen ihren Algorithmus ändern oder Browser bestimmte Fehler im Quellcode nicht mehr tolerieren.

Was ist ein Content-Audit?

Unter Content-Audit versteht man eine grundlegende Bestandsaufnahme im Content-Marketing. Gegenstand des Audits sind die veröffentlichten Content Assets. Dazu wird überprüft, inwiefern diese Assets jenen Zielen dienen, welche im Rahmen der Content-Marketing-Strategie definiert wurden.

Content-Audit Beispiel
Quelle: Semrush Blog

Gründe für ein Content-Audit

Für ein Content-Audit bedarf es keinen konkreten Anlass. Es ist prinzipiell ratsam, seine Inhalte spätestens nach ein bis zwei Jahren einem Performance-Check zu unterziehen. Vor allem dann, wenn ein Website-Relaunch ansteht oder sich die Ziele verändert haben.

Wer führt ein Content-Audit durch?

Es ist ratsam, wenn nicht die Content Creator selbst das Audit durchführen. Wertvoller ist der Blickwinkel Außenstehender, die sich mit Content-Marketing, UX Design und SEO gut auskennen und entsprechende Audit-Tools beherrschen.

Was gehört zu einem Content-Audit?

  1. Überprüfung der Ziele: Viele Marketer folgen blind einem Ziel, ohne es zu hinterfragen. Deshalb ist es hin und wieder ratsam, einen Blick in die Content-Marketing-Strategie zu werfen und diese zu justieren. Sind die Ziele noch erstrebenswert? Sind sie realistisch? Sind sie überhaupt messbar?
  2. Grobes Aufräumen: Häufig ist es sinnvoll, erst mal etwas aufzuräumen, um den Audit-Aufwand zu reduzieren. Entferne dazu veraltete Inhalte, die gar keine Bedeutung oder Funktion mehr haben.
  3. Quantitative Analyse: Spätestens jetzt ist es sinnvoll, sich den Betrachtungsgegenstand zu vergegenwärtigen. Dazu gehört eine Auflistung aller relevanten Seiten und Assets inklusive Klicks, Verweildauer, Bounce Rate, SERP Ranking, Seitenwert etc.. Führe dazu Daten aus den Website-Analytics, der Google Search Console und Tools wie Screaming Frog zusammen. Markiere Assets, die nicht wie gewünscht performen oder offensichtlich überschneiden.
  4. Technisches Content-Audit: So, nun geht es an die eigentliche Arbeit. Entsprechen die gelisteten Assets noch dem aktuellen Stand der Technik? Das heißt: Ist die Darstellung korrekt? Sind die Ladezeiten angemessen? Werden Fehlermeldungen erzeugt? Kommt es zu Sicherheitsrisiken? Falls nicht, kennzeichne die Inhalte, damit sie nach und nach optimiert werden können.
  5. Qualitatives Content-Audit: Auch für eine qualitative Audit musst Du alle wichtigen Seiten einzeln begutachten: Ist der Inhalt noch aktuell? Passt das Thema zu den Core Topics? Ist die Darstellung state-of-the-art? Entspricht der Inhalt der User Intention? Ist die User Experience zufriedenstellend? Entsprechen eingesetzte Farben der CI?
  6. SEO Audit: Deine Inhalte sollen organischen Traffic generieren und den SERPs gut ranken? Dann gehört zum Content-Audit auch ein SEO-Audit. Dazu werden insbesondere schwach rankende Seiten mit relevantem Suchvolumen näher unter die Lupe genommen. Ist die Struktur der Headlines korrekt? Werden Alt-Texte und Meta-Tags korrekt gesetzt? Stimmt der WSF*IDF Score?
  7. Content-Gap-Analyse: Welche Inhalte fehlen, um das Ziel zu erreichen? Welche Funnel-Phasen werden unzureichend abgedeckt? Wo ist Potenzial verborgen?
  8. To-do-Liste anlegen: Im letzten Schritt werden alle Handlungsempfehlungen aufgelistet. Und zwar priorisiert nach Aufwand und erwarteten Effekt. Die resultierende Aufgabenliste ist das Arbeitspapier für die verantwortlichen Webmaster, Designer, Content Creator oder SEO Manager.

Vorsicht

Es ist nicht immer ganz einfach, den Einfluss von Inhalten an Conversions zu identifizieren. Klicks und Verweildauer können miserabel sein, dennoch ist eine Seite unverzichtbar. Hier bietet sich eventuell der berechnete Seitenwert an.

Wie kann das Resultat eines Content-Audits aussehen?

Das Resultat des Content-Audits ergibt sich aus den in der Content-Marketing-Strategie festgesetzten Zielen. Ist Suchmaschinen-Traffic das oberste Ziel, müssen vielleicht unnütze Inhalte entfernt, wichtige Seiten optimiert und fehlender Content nachgeliefert werden.

Darüber hinaus ergeben sich aus einem Audit häufig auch Learnings. So kann es sein, dass vermeintliche Irrtümer und Fehler zur Erreichung der Ziele beigetragen haben und folglich als geeignete Taktik betrachtet werden können.

Fazit

Ein Content-Audit ist zwar mit relativ viel Aufwand verbunden. Es hilft jedoch dabei, seine Ressourcen zielgerichteter einzusetzen und somit viel Zeit und Geld zu sparen. Es ist aber ratsam, hierfür ein externes interdisziplinäres Audit-Team heranzuziehen. Schon allein deshalb, um nicht der allgegenwärtigen Betriebsblindheit zum Opfer zu fallen.

Über den Autor
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Moin aus Hamburg! Mein Name ist Frank und ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit Content-Marketing, Automation, Analytics und Conversion-Optimierung.

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