Ein guter Call-to-Action entscheidet nicht nur über Klicks, sondern über den nächsten sinnvollen Schritt in deiner Customer Journey. Gerade auf Landingpages, in E-Mails und in B2B-Kampagnen muss der CTA sofort verständlich machen, was passiert und warum sich der Klick lohnt. In diesem Artikel findest du Beispiele, Formeln und praktische Tipps für bessere Handlungsaufforderungen.
- Ein CTA sagt nicht nur was zu tun ist, sondern warum es sich lohnt.
- Ein primäres Ziel pro Seite: ein Haupt-CTA, maximal 1–2 Alternativen.
- Wording & Design müssen zur Journey passen (Info vs. Kauf).
- Teste Platzierung + Text, nicht nur Farben.
50 Call-to-Action-Beispiele zum Kopieren
Hier findest du 50 CTA-Texte für Landingpages, E-Mails, B2B-Kampagnen und verschiedene Funnel-Phasen.
| Einsatzbereich | Ziel | CTA-Formulierungen |
|---|---|---|
| ToFu | Interesse wecken und Orientierung geben |
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| MoFu | Vergleichen und Vertrauen aufbauen |
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| BoFu | Entscheidung auslösen |
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| Klick auslösen |
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| Landingpage | Lead oder Anfrage gewinnen |
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| B2B-Kampagne | Gespräch oder qualifizierte Anfrage auslösen |
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Die einfache CTA-Formel
Ein guter Call-to-Action muss nicht kreativ um die Ecke kommen. Meist funktioniert eine einfache Formel besser:
Verb + Nutzen + Sicherheit
Das Verb sagt, was der Nutzer tun soll. Der Nutzen erklärt, warum sich der Klick lohnt. Die Sicherheit nimmt mögliche Zweifel raus.
- Verb: ansehen, starten, sichern, herunterladen, prüfen, anfragen, buchen
- Nutzen: Demo, Checkliste, Angebot, Analyse, Vorlage, Beratung, Preis
- Sicherheit: kostenlos, unverbindlich, in 2 Minuten, ohne Risiko, sofort
Aus dieser Formel entstehen schnell bessere CTA-Texte:
- Statt: Absenden
Besser: Kostenlose Analyse anfordern - Statt: Mehr erfahren
Besser: CRM-Checkliste herunterladen - Statt: Kontakt
Besser: Unverbindliches Erstgespräch buchen - Statt: Jetzt klicken
Besser: Angebot in 24 Stunden erhalten
Wichtig ist dabei: Der CTA darf nichts versprechen, was danach nicht eingelöst wird. Wenn auf dem Button „Kostenlose Analyse anfordern“ steht, sollte danach auch wirklich klar sein, was analysiert wird, wie es weitergeht und ob Kosten entstehen. Sonst gewinnt der Button vielleicht den Klick, verliert aber Vertrauen. Und Vertrauen ist im B2B nun mal keine Deko.
Mein Tipp: Schreibe zuerst den nüchternen CTA auf, zum Beispiel „Termin buchen“. Ergänze dann den konkreten Nutzen und eine kleine Sicherheit. Aus „Termin buchen“ wird dann schnell „Unverbindliches Strategiegespräch buchen“. Das ist immer noch klar, aber deutlich motivierender.
5 weitere Call-to-Action-Beispiele aus der Praxis
In der Praxis wird die Bedeutung der Handlungsaufforderung oft unterschätzt. Regelmäßig sind es Kleinigkeiten, die den Kunden davon abhalten zu reagieren. Die folgenden Beispiele vermitteln ein paar besonders wichtige Eigenschaften, über die ein CTA verfügen sollte.
CTA-Beispiel für bessere Sichtbarkeit
Entferne dich mal zwei Meter vom Display: Nur wenn die Handlungsaufforderung immer noch hervorsticht, ist sie ausreichend präsent. Ansonsten gilt: Mehr Größe, Farbkontrast und Abstand zu anderen Elementen.
CTA-Beispiel für konsistentes Wording
Verwende ein einheitliches Wording. Wenn im Text von einem „Whitepaper“ die Rede ist, darf es auf der Landingpage und dem CTA-Button nicht plötzlich „PDF“ genannt werden – nur weil das Wort kürzer ist. Auch einheitliche Textformatierungen, Icons und Farben sorgen für Konsistenz und minimieren Verwirrung des Users. So wie in diesem Beispiel für ein CTA:
CTA-Beispiel für klickbares Button-Design
Erstaunlich oft werden CTA-Buttons gestaltet, die überhaupt nicht wie Buttons aussehen, sondern eher wie Bilder oder Stilmittel. Achte darauf, dass der Button zum Klicken animiert, zum Beispiel mithilfe von Animationen und Mouseover-Effekten.
CTA-Beispiel mit Icon
Ein Icon auf dem Button kann die auszuführende Aktion verständlicher machen. Bei einigen Zielgruppen kann das von Vorteil sein. Wichtig ist jedoch, dass ausschließlich gelernte Symbole verwendet werden. Auch sollte der Einsatz die Lesbarkeit des Textes nicht beeinträchtigen, d. h. sollte am Anfang oder Ende des Buttons platziert sein.
CTA-Beispiel mit sekundärer Alternative
Bevor der Zielkunde gar nicht reagiert, sollte er wenigstens auf ein alternatives Angebot reagieren. Baue dir deshalb ein „Auffangnetz“: Platziere 1-2 alternative Angebote unterhalb des primären CTAs. Wichtig: Diese Alternativen sollten optisch weniger hervorstechen als das primäre Angebot. Auch sollten im Hinblick auf das Auswahlparadoxon nie mehr als ein oder zwei Alternativen angeboten werden.
Vorsicht: Auf Landingpages können alternative CTAs die Effizienz beeinträchtigen. Vor allem dann, wenn die Intention der Besucher bekannt ist.
Best Practices für deinen Call-to-Action
Auf Konsistenz in Design und Wording achten
Achte darauf, dass deine Handlungsaufforderungen entlang der gesamten Customer Journey in Gestaltung und Wording („Tonalität“) identisch anmuten. Möglichst über alle Kanäle hinweg.
Mein Praxistipp: CTAs nicht isoliert betrachten
Ein CTA ist selten allein das Problem. Wenn ein Button nicht geklickt wird, liegt es oft am Kontext davor: unklare Headline, zu wenig Vertrauen, falscher Zeitpunkt oder ein Angebot, das nicht zur aktuellen Phase des Nutzers passt.
Gerade in E-Mail-Marketing und Marketing Automation prüfe ich deshalb nicht nur den Button-Text, sondern die komplette Strecke: Betreff, Einstieg, Nutzenversprechen, Segment, Landingpage und nächste Aktion. Erst wenn diese Bausteine zusammenpassen, kann ein CTA wirklich gut arbeiten.
Kundenperspektive einnehmen
Der CTA hilft dem potenziellen Kunden dabei, eine gewünschte Aktion auszuführen. Entscheidend sind also seine Pains, Erwartungen und Wünsche: Ich will was lernen! Ich will ein Problem lösen! Was muss ich tun?
Deine Aufgabe ist es, den Zielkunden zu führen und eine positive Customer Experience zu ermöglichen.
Ist ein Call-To-Action jedoch nicht optimal platziert, wird dieser vom Zielkunden entweder gar nicht oder als störend wahrgenommen. Dein Reaktionsziel rückt dann immer mehr in die Ferne.
Tipp: Bestimme für jede Seite ein primäres Reaktionsziel! Die entsprechende Handlungsaufforderung muss sich von allen anderen deutlich abheben. Noch besser: Entferne alle anderen Handlungsaufforderungen, weil sie die Aufmerksamkeit unnötig zerstreuen.
Ins Auge fallen
CTA-Buttons, die nicht ins Auge springen, sind wirkungslos. Sorge deshalb für farblichen Kontrast und gute Lesbarkeit. Auch Animationen können hilfreich sein, solange du estnicht übertreibst.
Was genau ist ein Call-to-Action?
Ein Call-to-Action (auf Deutsch: Handlungsaufforderung) ist eine direkte Aufforderung des potenziellen Kunden, eine bestimmte Aktion bzw. Reaktion auszuführen. Deshalb ist so ein „CTA“ fast immer auch ein Bestandteil eines Werbemediums und somit ein zentraler Baustein für erfolgreiches Online-Marketing.
Was gehört alles zum CTA?
In der Praxis entspricht ein Call-to-Action einem beschrifteten Button. Häufig gehören aber auch weitere Text- und Grafikelemente dazu, welche die Wirkung des CTA noch einmal verstärken. Eine klare Abgrenzung ist kaum möglich.
Ziele und Funktionen
Call-To-Actions finden sich vor allem in Online-Shops, E-Mail-Newslettern und auf Landingpages. Insbesondere dann, wenn es um Conversions geht. Folglich spielen CTAs eine wichtige Rolle im Performance Marketing. Dabei erfüllt ein CTA-Button gleich mehrere Funktionen:
- Ein CTA hilft dem Marketer, eine Kundenreise oder einen Funnel abzubilden
- Ein CTA ermöglicht es, das Verhalten des Kunden zu steuern.
- Ein CTA macht User Engagement und Conversions besser sichtbar
- Ein CTA ermöglicht dem User, bewusst zu interagieren (z. B. Bestellung aufgeben)
- Ein CTA hilft dem User bei der Orientierung (z. B. auf der Startseite)
- Ein CTA gibt dem User ein Gefühl von Kontrolle
Call-to-Value anstatt Call-to-Action
Entscheidend sind weniger Form und Farbe des Buttons, als vielmehr das verwendete Wording. Achte deshalb immer auf eine verständliche und motivierende Sprache. Sage Kunden nicht, was sie zu tun haben, sondern was sie bekommen.
Beispiel: Finde einen passenden Job -> Erhalte heute noch ein Jobangebot
Häufige Fehler bei der Gestaltung einer Handlungsaufforderung
Tatsächlich kann man bei der Gestaltung einer Handlungsaufforderung ziemlich viel falsch machen.
- Un- oder missverständlicher Text (mangelhafte Orientierung am Zielkunden)
- Unleserliche Darstellung bzw. fehlender Kontrast zum übrigen Inhalt
- Ungünstige Platzierung
- Kein „clickable“ Design (CTA sieht nicht wie ein Button oder Link aus)
- Zu viele Handlungsaufforderungen (Aufmerksamkeit wird zerstreut)
- Kein klarer Nutzen (CTA sagt nur was, aber nicht was ich bekomme)
Call-to-Action in E-Mail-Marketing und Marketing Automation
In E-Mail-Marketing und Marketing Automation ist der CTA nicht nur ein Button. Er entscheidet, ob ein Kontakt im nächsten Schritt richtig weitergeführt wird: zum Artikel, zur Landingpage, zum Formular, zur Demo oder in ein Follow-up.
Wichtig ist deshalb, dass CTA, Segment, Inhalt und Zielseite zusammenpassen. Ein Kontakt aus einem frühen Nurturing-Flow braucht oft einen anderen CTA als ein Lead, der bereits Preise, Case Studies oder eine Demo-Seite besucht hat.
Fazit
Ein guter Call-to-Action ist mehr als ein hübscher Button. Er macht den nächsten Schritt klar, nimmt Unsicherheit raus und passt zur aktuellen Situation des Nutzers. Gerade auf Landingpages, in E-Mails und in automatisierten Kampagnen zählt deshalb nicht nur der CTA-Text, sondern der gesamte Kontext davor. Wenn Nutzen, Timing und Erwartung zusammenpassen, wird aus einem Klick eher eine echte Anfrage.
Häufige Fragen zu Call-to-Actions
Was ist ein guter Call-to-Action?
Ein guter Call-to-Action ist klar, sichtbar und nennt den nächsten Schritt. Besonders stark wird er, wenn er nicht nur zur Aktion auffordert, sondern auch den Nutzen erklärt. Statt nur „Absenden“ funktioniert oft besser: „Kostenlose Analyse anfordern“.
Welche CTA-Formulierungen funktionieren gut?
Gute CTA-Formulierungen bestehen oft aus Verb, Nutzen und Sicherheit. Beispiele sind „Demo ansehen“, „Checkliste herunterladen“, „Unverbindlich anfragen“ oder „Kostenlose Beratung sichern“. Wichtig ist, dass der Text zur Situation des Nutzers passt.
Wie viele CTAs sollte eine Landingpage haben?
Eine Landingpage sollte ein klares Hauptziel haben. Der wichtigste CTA darf mehrfach erscheinen, sollte aber immer auf dieselbe Aktion einzahlen. Zu viele unterschiedliche CTAs zerstreuen die Aufmerksamkeit und können die Conversion verschlechtern.
Wo sollte ein CTA in einer E-Mail stehen?
In E-Mails sollte der CTA dort stehen, wo der Nutzen verstanden wurde. Bei einfachen Angeboten kann er weit oben stehen. Bei erklärungsbedürftigen Themen funktioniert er oft besser nach einer kurzen Einordnung, einem Nutzenversprechen oder einem konkreten Beispiel.
Ergänzende Artikel
Starke Calls-to-Action bringen wenig, wenn Strategie, Aufbau und Timing nicht sauber zusammenspielen. Ich schaue mit dir auf Newsletter, Kampagnen und Templates, damit aus Klicks auch Ergebnisse werden.
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