Call-to-Action Beispiele: So generieren Andere ihre Klicks.

Eine der wichtigsten Stellschrauben zur Verbesserung der Konversionsrate ist die Handlungsaufforderung („Call-to-Action“). Aufgrund iherer  Bedeutung für den Marketingerfolg lohnt es sich, die Erfolgsfaktoren genauer unter die Lupe zu nehmen.

Sinn und Zweck einer Handlungsaufforderung

Eine Handlungsaufforderung hilft Dir, den Besucher einer Webseite bzw. den Benutzer einer App zu einer bestimmten Aktion zu bewegen; zum Beispiel die Registrierung für einen Newsletter oder der Download eines Whitepapers. Wichtigster Bestandteil einer Handlungsaufforderung eine verlinkte Schaltfläche oder alternativ ein verlinkter Text. Die Aufforderung kann durch weitere Elemente wie z. B. Texte, Bilder etc. gestützt werden.

Beispiele und Tipps für Call-to-Actions

Verdammt oft wird die Bedeutung der Handlungsaufforderung unterschätzt. Dabei sind es häufig Kleinigkeiten, welche gerade hier enormen Einfluss darauf haben, ob der Zielkunde reagiert oder nicht.

1. Verwende starke Verben!

Nutze starke Verben, denn sie verleihen der Handlungsaufforderung mehr Kraft, Aktivität und Leben wie z.B, wachsen, halten, fangen, sehen, geben, gleiten, verlieren, klingen, kennen, mögen usw.

2. Nutze eine aktivierende Sprache!

Für eine Aufforderung nutzt man am besten aktive Verben. Aber Vorsicht: Ein Befehlston (Imperativ) kann beim Zielkunden zu einer Trotzreaktion führen. Frag Dich deshalb stets: Was ist seine Intention? Tatsächlich kaufen oder sich zunächst erst näher informieren? Achte darauf, dass eingesetzte Verben möglichst positiv klingen bzw. keine negative Konnotation haben.

Beispiel von iStock

3. Vermittle Dringlichkeit!

Zeitlich oder mengenmäßig limitierte Angebote üben einen besonderen Reiz aus. Vermittle deshalb in der Handlungsaufforderung ruhig eine gewisse Dringlichkeit. Aber übertreibe es nicht! Die Technik nutzt sich schnell ab – und unglaubwürdige Limitierungen fördern nicht gerade das Vertrauen.

4. Ermögliche eine gute Erfassbarkeit!

Schreib verständliche Texte und nutze dazu kurze Wörter und Symbole. Lange, zusammengesetzte Begriffe sind oft schwer erfassbar und daher ungeeignet. Die Beschriftung eines CTA-Buttons sollte nie mehr als mit 4-5 Wörter umfassen.

5. Achte auf Konsistenz!

Verwende ein einheitliches Wording. Wenn im Text von einem „Whitepaper“ die Rede ist, soll es auf dem CTA-Button nicht plötzlich „PDF“ genannt werden – nur weil das Wort kürzer ist. Auch uneinheitliche Textformatierungen und Farben erhöhen die Klickbereitschaft nicht.

6. Ins Auge des Betrachters springen!

Entferne Dich mal zwei Meter vom Display: Nur wenn die Handlungsaufforderung immer noch optisch hervorspringt, ist sie ausreichend präsent. Ansonsten gilt: Mehr Größe, Farbkontrast und Abstand zu anderen Inhalten.

7. Gestalte Buttons "clickable"!

Erstaunlich oft werden CTA-Buttons gestaltet, die überhaupt nicht wie Buttons aussehen, sondern eher wie Bilder oder Stilmittel. Achte darauf, dass der Button zum Klicken animiert, zum Beispiel mit Hilfe von Animationen und Mouseover-Effekten.

Beispiel für einen Call-to-Action

8. Setze verständliche Icons ein!

Ein Icon auf dem Button kann die ausgeführte Aktion verständlicher. Vor allem gelernte Symbole erhöhen die Erfassbarkeit von Informationen deutlich. Der Einsatz sollte die Lesbarkeit des Textes jedoch nicht beeinträchtigen, d. h. sollte am Anfang oder Ende des Buttons platziert sein.

Icons und verschiedene Buttons für Webseiten
Quelle: Medium

9. Platziere CTAs korrekt!

Es gilt der Grundsatz, dass die Handlungsaufforderung (Call-to-Action) auch ohne Scrollen sofort erfassbar sein sollte. Daher bietet es sich in den meisten Fällen an, den CTA nicht nur am Ende eines Angebots zu platzieren. So kann es sinnvoll sein, diesen zusätzlich im Header einzubetten.

Beispiel für einen Call-to-Action von Cofenster
Quelle: Cofenster

Bei erklärungsbedürftigen Angeboten und „schwierigeren“ Reaktionszielen macht es jedoch wenig Sinn, nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Platziere in so einem Fall Deinen Call-to-Action ausschließlich am Ende eines Angebots.

10. Setze Trigger ein!

Oftmals fehlt ein kleiner Stups, um den interessierten Zielkunden tatsächlich zum Klicken zu bewegen. Zum Beispiel die Nennung eines überraschenden zusätzlichen Vorteils.

call-to-action-beispiel
Quelle: 121Watt

11. Biete Alternativen an!

Bevor der Zielkunde gar nicht reagiert, sollte er wenigstens auf ein alternatives Angebot reagieren. Definiere daher als „Auffangnetz“ alternative Angebote unterhalb des primären CTAs bestehend aus ein bis zwei zusätzliche Optionen an. Diese sollten jedoch optisch weniger präsent sein als die primäre Handlungsaufforderung, um diese nicht abzuwerten.

call-to-action-beispiel-spotify
Quelle: Spotify

Aber Vorsicht: Auf Landingpages  können alternative CTAs die Effizienz beeinträchtigen. Vor allem dann, wenn die Intention der Besucher bekannt ist. 

Bonus-Tipp

Vor allem zu weniger etablierten Anbietern und Marken haben Kunden oft noch kein großes Vertrauen. Eine Handlungsaufforderung hat es dann besonders schwer. In so einem Fall sind vertrauensbildende Inhalte (z.B. Social Proof) hilfreich. Beispiele hierfür sind Testimonials, Kunden-Bewertungen, Influencer-Zitate, Test-Siegel oder sonstige Referenzen.

Fazit

Mit einer schwachen Handlungsaufforderung steht und fällt der Erfolg im Digitalmarketing. Schenke Deinen Call-to-Actions daher viel Aufmerksamkeit. Die präsentierten Beispiele dienen zur Inspiration.

Über den Autor

Über den Autor

Frank Rix beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit Data-Driven Marketing. Nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik in Flensburg beriet er u. a. Unternehmen wie Montblanc, Euler Hermes, PwC und DHL.

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