Beispiele für Deinen Call-to-Action

Eine der wichtigsten Stellschrauben zur Verbesserung der Konversionsrate ist die Handlungsaufforderung („Call-to-Action“). Aufgrund der Bedeutung für den Marketingerfolg lohnt es sich, ihre Qualitätsmerkmale genauer unter die Lupe zu nehmen.

Sinn und Zweck einer Handlungsaufforderung

Eine Handlungsaufforderung hilft Dir, den Besucher einer Webseite bzw. den Benutzer einer App zu einer bestimmten Aktion zu bewegen; zum Beispiel die Registrierung für einen Newsletter oder der Download eines PDFs. Wichtigster Bestandteil einer Handlungsaufforderung eine verlinkte Schaltfläche oder alternativ ein verlinkter Text. Die Aufforderung kann durch weitere Elemente wie z. B. Texte, Bilder etc. gestützt werden.

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

Verdammt oft wird die Bedeutung der Handlungsaufforderung unterschätzt. Dabei sind es häufig Kleinigkeiten, welche gerade hier enormen Einfluss darauf haben, ob der Zielkunde reagiert oder nicht.

Verwende starke Verben

Nutze starke Verben, denn sie verleihen der Handlungsaufforderung mehr Kraft, Aktivität und Leben wie z.B, wachsen, halten, fangen, sehen, geben, gleiten, verlieren, klingen, kennen, mögen usw.

Nutze eine aktivierende Sprache

Für eine Aufforderung nutzt man am besten aktive Verben. Aber Vorsicht: Ein Befehlston (Imperativ) kann beim Zielkunden zu einer Trotzreaktion führen. Frag Dich deshalb stets: Was ist seine Intention? Tatsächlich kaufen oder sich zunächst erst näher informieren? Achte darauf, dass eingesetzte Verben möglichst positiv klingen bzw. keine negative Konnotation haben.

Beispiel von iStock

Vermittle Dringlichkeit

Zeitlich oder mengenmäßig limitierte Angebote üben einen besonderen Reiz aus. Vermittle deshalb in der Handlungsaufforderung ruhig eine gewisse Dringlichkeit. Aber übertreibe es nicht! Die Technik nutzt sich schnell ab – und unglaubwürdige Limitierungen fördern nicht gerade das Vertrauen.

Ermögliche eine gute Erfassbarkeit

Schreib verständliche Texte und nutze dazu kurze Wörter und Symbole. Lange, zusammengesetzte Begriffe sind oft schwer erfassbar und daher ungeeignet. Die Beschriftung eines CTA-Buttons sollte nie mehr als mit 4-5 Wörter umfassen.

Achte auf Konsistenz

Verwende ein einheitliches Wording. Wenn im Text von einem „Whitepaper“ die Rede ist, soll es auf dem CTA-Button nicht plötzlich „PDF“ genannt werden – nur weil das Wort kürzer ist. Auch uneinheitliche Textformatierungen und Farben erhöhen die Klickbereitschaft nicht.

Achte auf optische Präsenz

Entferne Dich mal zwei Meter vom Dislay: Nur wenn die Handlungsaufforderung immer noch optisch hervorspringt, ist sie ausreichend präsent. Ansonsten gilt: Mehr Größe, Farbkontrast und Abstand zu anderen Inhalten.

Gestalte Buttons "clickable"

Erstaunlich oft werden CTA-Buttons gestaltet, die überhaupt nicht wie Buttons aussehen, sondern eher wie Bilder oder Stilmittel. Achte darauf, dass der Button zum Klicken animiert, zum Beispiel mit Hilfe von Animationen und Mouseover-Effekten.

Verwende Icons

Ein Icon auf dem Button kann die ausgeführte Aktion verständlicher. Vor allem gelernte Symbole erhöhen die Erfassbarkeit von Informationen deutlich. Der Einsatz sollte die Lesbarkeit des Textes jedoch nicht beeinträchtigen, d. h. sollte am Anfang oder Ende des Buttons platziert sein.

Icons und verschiedene Buttons für Webseiten

Quelle: Medium

Platziere CTAs korrekt

Es gilt der Grundsatz, dass die Handlungsaufforderung (Call-to-Action) auch ohne Scrollen sofort erfassbar sein sollte. Daher bietet es sich in den meisten Fällen an, den CTA nicht nur am Ende eines Angebots zu platzieren. So kann es sinnvoll sein, diesen zusätzlich im Header einzubetten.

Beispiel für einen Call-to-Action von Cofenster

Quelle: Cofenster

Bei erklärungsbedürftigen Angeboten und „schwierigeren“ Reaktionszielen macht es jedoch wenig Sinn, nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Platziere in so einem Fall Deinen Call-to-Action ausschließlich am Ende eines Angebots.

Setze Trigger ein

Oftmals fehlt ein kleiner Stups, um den interessierten Zielkunden tatsächlich zum Klicken zu bewegen. Zum Beispiel die Nennung eines überraschenden zusätzlichen Vorteils.

call-to-action-beispiel

Quelle: 121Watt

Biete Alternativen an

Bevor der Zielkunde gar nicht reagiert, sollte er wenigstens auf ein alternatives Angebot reagieren. Definiere daher als „Auffangnetz“ alternative Angebote unterhalb des primären CTAs bestehend aus ein bis zwei zusätzliche Optionen an. Diese sollten jedoch optisch weniger präsent sein als die primäre Handlungsaufforderung, um diese nicht abzuwerten.

call-to-action-beispiel-spotify

Quelle: Spotify

Aber Vorsicht: Auf sehr zielgerichteten Landingpages können alternative CTAs die Customer Journey auch stören.

Bonus-Tipp

Vor allem zu jungen Marken haben Zielkunden oft noch kein großes Vertrauen. Eine Handlungsaufforderung hat es dann besonders schwer. In so einem Fall sind vertrauensbildende Inhalte (z.B. Social Proof) unverzichtbar. Beispiele hierfür sind Testimonials, Kunden-Bewertungen, Influencer-Zitate, Test-Siegel oder die Anzahl der Social Shares.

Fazit

Jede Handlungsaufforderung lässt sich weiter optimieren. Es ist jedoch schwer, die richtigen Stellschrauben zu finden, denn die Veränderung eines Elements hat stets Einfluss auf andere Elemente. Gib Dich also nie mit dem Status quo zufrieden, sondern teste immer wieder neue Varianten.

Über den Autor

Über den Autor

Mein Name ist Frank Rix und ich beschäftige mich bereits mehr als 20 Jahre lang mit Data-Driven Marketing. Als Wirtschaftsinformatiker entwickelte ich zahlreiche Tools, die bis heute namhafte Unternehmen in Marketing und Sales unterstützen. In meiner Laufbahn beriet ich unter anderem Otto, Montblanc, PwC und Lufthansa.

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