Website schneller machen: Tipps und Tricks.

Lange Ladezeiten sind der größte Conversion Killer. Nicht nur, weil genervte User ungeduldig werden. Auch Suchmaschinen strafen zu langsame Seiten ab. Deshalb ist es ratsam, seine Website schneller zu machen.

Besonders gut performen muss die mobile Version Deiner Website. Denn unterwegs sind User ganz besonders ungeduldig. Das Ergebnis einer zu langen Ladezeit: eine viel zu hohe Bounce Rate.

Die Website-Ladezeit

Was macht eine Website langsam?

Prinzipiell reicht für eine Webseite eine einzige HTML-Datei. Ohne Grafiken, Fonts, Icons, Animationen, Tracking und sonstige Features kommt jedoch heutzutage niemand mehr aus, der um die Gunst von Kunden buhlt. Zum Vergleich: Die erste Website kam über diesen ganzen Schnickschnack und ist heute noch online.

Darüber hinaus kommt heute kaum noch jemand ohne ein Content Management System (CMS) aus. Webseiten werden folglich dynamisch generiert, was zu vielen weiteren latenten Flaschenhälsen führt.

I. Anzahl der Ressourcen

Wesentlicher Faktor für die Ladezeit ist die Anzahl der Ressourcen. Je mehr es sind, desto langsamer ist die Website.

II. Größe der Ressourcen

Ein ebenfalls wesentlicher Faktor für die Ladezeit ist die Größe der Ressourcen. Eine einzige Grafik kann alles ausbremsen.

III. Zeitpunkt des Ladens

Wenn ergänzende Ressourcen umgehend nach Aufruf einer Seite geladen werden, verlangsamt sich die Ladezeit besonders stark.

IV. Anzahl der Hosts

Je mehr unterschiedliche Hosts zum Herunterladen von Ressourcen angezapft werden, desto stärker wird die Website ausgebremst. Denn jede Verbindung muss erst einmal aufgebaut werden.

Website Ladezeit erhöhen.

V. Bandbreite der Hosts

Ganz wichtig ist auch die Frage, wie groß der Datendurchsatz von den beteiligten Servern hin zum Client ist. Jeder Flaschenhals kann die Perfomance einer Seite enorm beeinträchtigen.

VI. Content Management System

Ganz wesentlich beeinflusst das CMS die Ladezeit von Seiten. Jedoch entscheidet hier vor allem die konkrete Konfiguration.

VII. Server Performance

Die Leistung der CPU, die Größe des Arbeitsspeichers, die Festplatten, Datenbank etc. entscheiden darüber, wie schnell ein CMS seine Arbeit erledigen kann.

VIII. Client Performance

Last but not least spielt natürlich auch die Leistungsfähigkeit des Clients eine Rolle. Vor allem die Ausführung von Javascript kann enorm viele CPU-Ressourcen schlucken.

Wie lässt sich die Ladezeit spürbar beschleunigen?

1. Istzustand ermitteln

Ermittle zunächst die Ladezeit für die wirklich wichtigen Seiten. Liste sie am besten in einer Tabelle auf und nutze Google PageSpeed Insights, um den Speed Index für Mobile als auch für Computer zu ermitteln. Führe mehrere Tests durch, weil Ergebnisse von der aktuellen Auslastung der Infrastruktur abhängen können.

2. Ausmisten

Zunächst ist es Zeit, die Low hanging Fruits zu ernten. Entferne dazu alle ungenutzten Plugins, Widgets und Features. Zum Beispiel eine kaum genutzte Kommentarfunktion oder Share-Buttons.

Prüfe nach, welche nicht mehr benötigten Tracking- und Analytics-Skripte noch laufen und entferne diese. Bei der Gelegenheit kannst Du ein Tag Management einrichten. Am besten serverseitig.

Ebenso entfernt können interne Weiterleitungen. Besser ist es, Verlinkungen immer auf den neuesten Stand zu halten. 

3. CDN einrichten

Schnell umsetzbar und effektiv ist der Einsatz eines Content Delivery Networks (CDN). Der Einsatz lohnt sich vor allem für Webseitenbetreiber, die ihre Kunden überall auf der Welt ansprechen wollen. Tipp: Basisversion von Cloudflare ist vollkommen kostenlos.

4. Besonders langsame Seiten ermitteln

Identifiziere Seiten mit besonders langer Ladezeit. Oft sind das jene, welche besonders speicherintensive Visuals umfasst. Grafiken sollten generell nicht mehr als 30-40 Kilobyte groß sein. Die Anzahl der Grafiken ist jedoch ebenso entscheidend.
Videos solltest Du nie direkt einbinden. Hoste sie bei Youtube oder Vimeo und bette sie auf den Seiten ein.

5. Erweiterte Optimierungen

Deine Website ist immer noch zu langsam? Dann sollte sich der Webmaster mit diesen Fragen beschäftigen:

  • Wurde Caching und Datenkompression am CMS aktiviert?
  • Wurden Kompressionsverfahren wie gzip oder Brotli aktiviert? (Tool zum Testen)
  • Ist das Hosting in Kombination mit dem CMS zu langsam? Beim Hosting zu sparen rechnet sich selten!
  • Erzeugt das Javascript problematische Fehler? (Tipps zum Testen
  • Bietet das CMS zu wenig Optimierungsmöglichkeiten? Nicht alle Skripte, Fonts und Inhalte müssen bei einem Seitenaufruf mitgeladen werden.

Sind WordPress-Websites besonders langsam?

Nein, so pauschal kann man das nicht sagen. Problematisch ist definitiv der exzessive Einsatz von Plugins. Auch Elemental als Editor ist nicht die beste Wahl. Viele User sind deshalb längst auf Gutenberg gewechselt.

Analyse-Tools

Die Gründe für mangelhafte Website-Geschwindigkeit können kompliziert sein. Viel Licht ins Dunkel bringt Lighthouse – ein Tool, welches in Chrome enthalten ist und über die F12-Taste geöffnet werden kann.

Lighthouse Tool

Du bist Firefox User? Lighthouse ist auch als Browser-Plug-in verfügbar. Hier geht es zum Download.

Weitere bekannte Analyse-Tools sind Pingdom und GTMetrix. Ein Blick lohnt sich definitiv.

Fazit

Eine Website schneller zu machen ist meistens ohne großen Aufwand möglich. In einigen Fällen lohnt sich der Einsatz eines neuen CMS oder ein leistungsfähigeres Hosting. Im Einsatz gegen Conversion-Killer sollte das eine gute Investition sein.

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Über den Autor
Über den Autor

Mein Name ist Frank Rix und ich beschäftige mich bereits mehr als 20 Jahre lang mit Data-Driven Marketing. Als Wirtschaftsinformatiker entwickelte ich zahlreiche Tools, die bis heute namhafte Unternehmen in Marketing und Sales unterstützen. In meiner Laufbahn beriet ich unter anderem Otto, Montblanc, PwC und Lufthansa.

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