Was ist eigentlich Content-Recycling?

Was ist eigentlich Content-Recycling?

Die größte Herausforderung im Content-Marketing ist es, laufend attraktive Inhalte bereitstellen zu können. Das erwarten nicht nur die User, sondern auch die Suchmaschinen. Wenn Dir das nicht gelingt, gerätst Du schnell ins Hintertreffen.

Content Marketer setzen alle Hebel in Bewegung, um am laufenden Band etwas Neues bieten zu können. Doch selbst Evergreen Content unterliegt einem ganz normalen Alterungsprozess. Da liegt es nahe, ältere Assets aufzufrischen oder sie sonstwie in etwas Neues umzuwandeln.

Tatsächlich ist es so: Wer Energie in Content-Recycling investiert, muss weniger neuen Content produzieren und spart unterm Strich viel Zeit und Geld.

Was genau ist nun Content-Recycling?

Einfach ausgedrückt, handelt es sich beim Content-Recycling um die Aufbereitung von bestehenden Assets (Artikel, Grafiken, Viedeos etc.). Sowohl inhaltlich als auch in Bezug auf das Design oder Format.

Welche Content Assets sollten optimiert werden?

Egal ob Du Ressourcen sparen möchtest oder Dir einfach Ideen fehlen: Einfach drauflos recyclen ist selten eine gute Idee.  Fokussiere Dich also auf ganz bestimmte Content Assets… 

  • Konzentriere Dich auf jene Assets, bei denen sich der Recyclingaufwand lohnt. Am einfachsten lassen sich normalerweise Artikel umgestalten.
  • Knöpfe Dir Artikel-Seiten mit auffällig  geringer Verweildauer oder hoher Ausstiegsrate vor. Webanalyse-Tools, wie Google Analytics helfen Dir bei der Suche. 
  • Verzichtbar sind oft Artikel-Seiten mit geringem Seitenwert. Also jene Artikel, die wenig Einfluss auf Micro Conversions haben.
  • Bei ToFu-Content wähle Seiten aus, die zu wenig organischen Traffic generieren. Prüfe, ob das mit Keyword-Überschneidungen („Kanibalisierung“) zu tun haben kann.  
  • Veraltete oder fehlerhafte Inhalte sollten prinzipiell sofort überarbeitet oder entfernt werden. 

Zudem kann es hilfreich sein, einen Blick auf die Themen der Inhalte zu werfen. Was wird momentan in den sozialen Medien diskutiert? Vielleicht hast Du bereits in der Vergangenheit ein passendes Thema behandelt.

Eine dritte Empfehlung: Analysiere, zu welchen Keywords und mit welchen Beiträgen Du bei Google etwa auf den Plätzen 10 bis 20 rankst, den sogenannten “Low hanging fruits“. Da ist noch Luft nach oben. Mit wenig Aufwand kannst Du hier quasi im vorbeigehen die Früchte ernten.

Möglichkeiten für Content-Recycling

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Du kannst optional Content Assets

  • in leichter konsumierbare „Häppchen“ (Snack Content) einteilen,
  • verkleinern,
  • erweitern,
  • zusammenfügen oder
  • in ein neues Format transferieren.

Recycling verknüpft normalerweise auch mit Content-Pflege, d. h. Inhalte werden auf den neuesten Stand gebracht, Grafiken aufgehübscht und SEO-Maßnahmen vorgenommen.

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6 Gründe für Content-Recycling

  1. Die Besucher Deines Blogs und Deiner Social Feeds erwarten, dass sich regelmäßig etwas tut.
  2. Wir Menschen müssen Inhalte öfters vorgesetzt bekommen, bevor sich diese in unserem Gehirn verfestigen. Einmal ist keinmal – Grund genug, den Lesern das gleiche Thema wenigstens ein zweites Mal zu präsentieren.
  3. Fans und Follower folgen Dir selten auf allen Kanälen.
  4. Fluch und Segen zugleich – aufgrund von Algorithmen werden selbst Deinen Followern neue Inhalte nicht immer angezeigt – bei Facebook z. B. ist organische Reichweite kompliziert geworden.
  5. Menschen ticken sehr unterschiedlich und bevorzugen unterschiedliche Kanäle. Die Einen lesen gerne, die Anderen schauen lieber Videos.
  6. Suchmaschinen erwarten Dynamik auf Deiner Website. Andernfalls droht ein schwäches Ranking.

Tipp

Content-Recycling ist immer das Ultima Ratio. Besser ist es, Content gar nicht erst so "schwach" werden zu lassen. Dazu ist eine umfassende Erfolgsmessung und laufende Optimierung aller Assets notwendig.

Fehler, die Du beim Content-Recycling vermeiden solltest

  1. Die Annahme, einen Text durch eine Erweiterung aufzuwerten, ist falsch! Weniger ist manchmal mehr.
  2. Bedenke, dass indexierte Seiten ggf. auf die neue URL weitergeleitet werden. Suchmaschinen mögen weder toten Links noch doppelte Inhalte. 
  3. Artikel müssen nicht immer auf organischen Traffic ausgerichtet sein. Manchmal ist es auch sinnvoll, verschiedene Artikel zusammenzufassen, um damit Backlinks zu generieren („Link-Magnet“).
Über die Autorin
Über die Autorin

Carolin Weber ist erfahrene Social Media Managerin und Influencerin. Seit ihrem Bachelor of Arts im Mode- und Designmanagement unterstützt die Hamburgerin vor allem Unternehmen aus dem Umfeld von Food, Fashion und Lifestyle.

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