Was ist eigentlich Outbound-Marketing?

Wann standst Du zuletzt auf einem alten Marktplatz? Für die Menschen des Mittelalters war dies ein wichtiger Ort, denn hier wurden Neuigkeiten ausgetauscht. Tatsächlich liegt im mittelalterlichen Markt auch der Ursprung des Marketings – speziell des Outbound-Marketings. Denn das unüberhörbare Anpreisen von Waren ist nichts anderes.

Kurz zusammengefasst ist Outbound-Marketing das aktive Verbreiten von Werbebotschaften über einen oder verschiedene Kanäle. Üblicherweise setzen wir dazu Werbe-Banner, Video-Interstitials, Radiowerbung oder irgendeine andere Werbeform ein, mit der man irgendwie Aufmerksamkeit erregen kann. Streuverluste nimmt man in Kauf.

outbound-marketing-übersicht

Anders ist es beim Inbound-Marketing: Hier lässt man sich finden, d. h. man dekoriert sein Schaufenster, optimiert seine Website und schafft so Nachfrage. Ebenso ist die pure Präsenz eines Händlers auf dem Marktplatz Inbound-Marketing.

Vorteile

Moderne Formen des Outbound-Marketings sind stark skalierbar. Wer viel Aufmerksamkeit will, schaltet für 5,6 Millionen US-Dollar einen Werbespot in der Pause des Super Bowls. Das ist zwar teuer, aber enorm schnell und zuverlässig. Einmal eingerichtete Online-Kampagnen lassen sich mit wenigen Klicks einem größeren Publikum unterbreiten.

Nachteile

Potenzielle Kunden finden es oft lästig, mit Werbebotschaften bombardiert zu werden. Vor allem, wenn diese nicht auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Ein Grund, weshalb Adblocker so populär sind.

Welche Rolle spielt Outbound-Marketing?

In der Praxis heißt es oft: Inbound-Marketing hui – Outbound-Marketing pfui. Zu Unrecht, wie wir finden: Outbound-Marketing kann eine wichtige Ergänzung darstellen. Bereits auf dem mittelalterlichen Markt gehörte sowohl das Auslegen als auch das Anpreisen der Waren zusammen. Das Eine funktioniert nicht ohne das Andere.

Vor allem in gesättigten Märkten sowie bei starkem Wettbewerb bietet nur Outbound-Marketing die Möglichkeit, Wachstum zu erzielen. Gleiches gilt für sehr junge Märkte (Startup Marketing), also die Vermarktung neuartiger Leistungen und die Ansprache von Innovatoren.

Generisch eine eigene Audience mit Hilfe von Content oder Social Media zu entwickeln, kann eine gefühlte Ewigkeit dauern. Outbound-Werbung erlaubt es, schnell eine kritische Masse an Fans für sich zu gewinnen.

Targeting

Moderne Formen des Outbound-Marketings lassen sich ohne große Streuverluste schalten. Das Zauberwort heißt „Targeting“. Targeted Advertising ist eine Internet-Werbeform, bei der es darum geht, Werbeeinblendungen themenrelevant am Inhalt von Zielseiten ausgerichtet oder bestimmten Zielgruppen entsprechend darzustellen. Weiterentwicklungen sind Contextual Targeting und semantisches Targeting.

Kosten

Outbound-Marketing gilt gemeinhin als teuer. So pauschal kann man das nicht sagen. Die Produktion von professionellem Content für das Inbound-Marketing ist ebenso mit viel Zeit und Kosten verbunden. Zielkunden einfach anzurufen oder auf abendlichen Events oder auf Messen einfach anzusprechen, ist hingegen kostenlos.

Messbarkeit

Es wird oft behauptet, Outbound-Marketing sei prinzipiell schlechter messbar. Das ist natürlich Unsinn und kein Abgrenzungsmerkmal gegenüber Inbound-Marketing. Die Performance eines Werbebanners ist besser messbar als die eines Blogartikels. Entscheidend für die Qualität der Erfolgsmessung ist der verwendete Kanal.

Über den Autor

Über den Autor

Frank Rix beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit Data-Driven Marketing. Nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik in Flensburg beriet er u. a. Unternehmen wie Montblanc, Euler Hermes, PwC und DHL.

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