9 Tipps für professionelle Content-Optimierung.

9 Tipps für professionelle Content-Optimierung.

Content-Optimierung spielt eine wichtige Rolle im Content-Marketing. Denn niemand ist auf Anhieb perfekt. Und wie gut ein Text oder ein Video funktioniert, erfährt man häufig erst dem Veröffentlichen. Und muss dann entsprechend nachbessern.

Prolog: Dieser Artikel wird nie zu 100 % den Erwartungen der User gerecht werden. Die einen vermissen einen (aus ihrer Sicht) Aspekt, andere ärgern sich an einem Rechtschreibfehler. Und so wird dieser Blogartikel fortlaufend Optimierungen ausgesetzt sein.

Was ist Optimierung?

Als Optimum wird laut Wikipedia umgangssprachlich das “beste erreichbare Resultat unter Berücksichtigung verschiedener Nebenbedingungen oder Eigenschaften im Hinblick auf eine Anwendung, eine Nutzung oder ein Ziel” verstanden.

Optimierung ist demnach die “Suche nach dem Optimum unter gegebenen Voraus- und Zielsetzungen”.

Was ist Content-Optimierung?

Content-Optimierung ist die Nachbearbeitung von Content Assets unter Berücksichtigung der angestrebten Ziele. Zum Beispiel

Im Zusammenhang mit Content-Optimierung spricht auch von Refurbishing (englisch für qualitätssichernde Überholung und Instandsetzung).

Zeitpunkt

Inhalte werden solange optimiert, wie sie von Kunden wahrgenommen werden. Das ist von Fall zu Fall natürlich unterschiedlich. Postings in sozialen Netzwerken werden möglichst kurz nach deren Veröffentlichung optimiert. Blog-Artikel, die nicht auf dem Google-Index stehen und die keinerlei Traffic generieren, kann man ruhigen Gewissens ignorieren.

Arten der Content-Optimierung

Es gibt drei Arten der Content-Optimierung:

  • Fehlerkorrektur: Behebung von Fehlern (z. B. Schreibfehler)
  • Inhaltliche Optimierung (z. B. Austausch eines Wortes, Copywriting)
  • Visuelle Optimierung (z. B. Veränderung der Schriftfarbe)

Ich messe den Erfolg nicht an meinen Siegen, sondern daran, ob ich jedes Jahr besser werde.

Tiger Woods

Content-Optimierung bedeutet aber auch, Inhalte stärker auf anvisierte Zielgruppen auszurichten (“People First Content”). Der Zielkunde entscheidet letztlich, welcher Artikel oder welches Video nützlich ist und welches nicht.

content-audience

Tools zur Optimierung von Content

Wie einfach sich Inhalte optimieren lassen, hängt natürlich vom Content-Format und den eingesetzten Technologien ab. Prinzipiell ist es einfacher, in Eigenregie gehostete Inhalte zu optimieren. Texte, Visuals und Videos in sozialen Netzwerken entziehen sich hingegen häufig der eigenen Kontrolle.

Naturgemäß lassen sich Textinhalte (z. B. Blogartikel) besonders leicht anpassen. Dank moderner CMS sind darüber hinaus Änderungen am Design häufig eine Sache von Sekunden.

Um Orthografie und Stil von Texten zu verbessern, gibt es unzählige Tools zur Rechtschreibprüfung und Textanalyse. 

Für Video- und Audioinhalte (z.B. Podcasts) ist es schon deutlich aufwendiger, nachträglich Anpassungen vorzunehmen. Es gibt jedoch bereits Tools auf Basis Generativer KI, mit denen sich Podcast-Aufnahmen bequem per Texteditor anpassen lassen. Zum Beispiel, um ein einziges Wort zu löschen.

SEO vs. Content-Optimierung

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist eine besondere Herausforderung, weil es eine regelmäßige Optimierung des Contents (Onsite-Optimierung) verlangt. Denn das tun auch die Wettbewerber permanent. Wichtige Fragen:

  • Welche Maßnahmen kann man zur Optimierung des Contents ergreifen?
  • Wie kann man relevante Inhalte identifizieren und was ist die Suchintention?
  • Wie schreibt man einen aussagekräftigen Page Title und eine Meta Description?

Conversion-Optimierung vs. Content-Optimierung

Im Content-Marketing spielt Conversion-Optimierung eine große Rolle. Zum Beispiel, wenn ein Fachartikel dazu dient, wertvolle Leads zu generieren. Oder wenn auf Basis eines Erklärvideos der Verkauf eines Produkts angekurbelt werden soll. In solchen Fällen ist Content-Optimierung immer auch Conversion-Optimierung.

Content Recycling vs Content-Optimierung

Nicht ganz einfach ist es, die Grenze zwischen Content Recycling und Content-Optimierung zu ziehen. Recycling geht häufig weiter als reine Optimierung. Zum Beispiel, wenn ein Text komplett überarbeitet und auf neue Keywords ausgerichtet wird. Vor allem Content Republishing, also das Wiederveröffentlichen von leicht veränderten Inhalten, kann sowohl Content Recycling als auch reine Content-Optimierung sein.

Anlässe für Content-Optimierung

Es gibt sehr unterschiedliche Anlässe, die Marketingverantwortliche dazu bewegen, ihre Inhalte optimieren zu lassen. Ausgangspunkt kann ein Content-Audit sein, aber auch Kundenbeschwerden oder Auffälligkeiten in den Webanalyse (z. B. hohe Bounce- oder Abbruchraten).

  1. Mängel der Inhaltlichen Qualität (z. B. Orthographie, Verständlichkeit)
  2. Technische Probleme (z. B. Verlinkungen, Ladezeit)
  3. Schlechtes Ranking
  4. Mangelhafte Anzahl Conversions bzw. unzureichender Umsatz
Effekt von Content Updates

11 Tipps für Content-Optimierung innerhalb eines Corporate Blogs

Du wünschst dir einen professionellen Optimierungsworkflow für deinen Blog? Hier ein paar Tipps.

  1. Nutze eine Tabelle oder ein Kanban Board, um jede Aktualisierung zu protokollieren.
  2. Optimiere einen Artikel mindestens alle vier bis fünf Monate.
  3. Wenn Optimierung vergebene Liebesmüh ist, denk über Content Recycling nach. (Nichtstun ist keine Option!)
  4. Aus Deiner Tabelle bzw. aus dem Board muss stets ersichtlich sein, welches Assets als Nächstes fällig ist.
  5. Priorisiere Artikel gemäß den gesetzten Zielen. Wichtige Artikel haben immer Vorrang.
  6. Pflücke immer zuerst die Low-hanging-Fruits. Soll heißen: Textanpassungen haben Vorrang von Update von Grafiken.
  7. Nutze Tools zur Qualitätssicherung (Content QA), z. B. den Duden Mentor für Textkorrekturen.
  8. Verwende auch KI-Tools wie Neuroflash oder copymatic, um Textabschnitte zu optimieren.
  9. Nutze Tools wie Canva oder Piktochart zur Produktion von Infografiken. Mit diesen lassen sich Optimierungen innerhalb von Minuten vornehmen.
  10. Testen, testen, testen!
  11. Etabliere Routinen auf Basis eines geeigneten Workflows!

Tipps zur Textoptimierung

  • Vermeide Fremdwörter: Nutze Fremdwörter nur, wenn sie deine Zielgruppe kennt. Andernfalls erläutere jedes Fremdwort erst einmal. Nutze dazu auch Synonyme.
  • Vermeide überflüssige Wörter: Gehe deinen Text durch und eliminiere alle überflüssigen Wörter und Phrasen. Kürze lange Sätze und entferne Füllwörter wie “eigentlich”, “sehr” oder “doch”. Dadurch wird dein Text präziser und besser verständlich.
  • Verwende klare und aktive Sprache: Formuliere deine Sätze so klar und direkt wie möglich. Vermeide passive Konstruktionen, bei denen das Subjekt des Satzes nicht handelnd ist. Aktive Sprache macht deine Aussagen lebendiger und ansprechender.
  • Achte auf Konsitenz: Entscheidest du dich zum Duzen oder Gendern, ziehe das konsequent durch. Überhaupt sollte der Schreibstil möglichst einheitlich sein.

Welche Artikel zuerst optimieren?

Optimieren bedeutet, permanent seine knappen Ressourcen einzuteilen und sich auf die wichtigen Artikel zu konzentrieren. Aber was heißt das genau? Bewerte die Dringlichkeit einer Optimierung auf Basis dieser vier Faktoren:

  1. Zeit seit letzter Aktualisierung
  2. Einfluss auf Inbound-Traffic 
  3. Einfluss auf Konversionsziele
  4. Verweildauer und Engagement

Artikeldatum = Optimierung?

Zu jeder (etwas umfassenderen) Optimierung von Blog-Artikeln gehört das Setzen eines aktuellen Artikeldatums. Umgekehrt ist es keine Artikel-Optimierung, lediglich das Datum zu ändern. Und dennoch: Viele Website-Betreiber versuchen, durch das einfache Ändern des Artikeldatums aktuelle Inhalte vorzugaukeln. Suchmaschinen wie Google betrachten derartige Praktiken jedoch als Spam.

Fazit

Reserviere in deinen Wochenplan ausreichend Zeit für Content-Optimierung. Auch wenn du erst wenige Inhalte veröffentlicht hast.

Über den Autor
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Moin aus Hamburg!
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