Mehr Website-Traffic generieren in 10 Schritten.

Mehr Website-Traffic generieren in 10 Schritten.

Conversion-Optimierung auf der Website ist schön und gut. Aber wo nichts ist, kann auch nichts optimiert werden. Was also tun, um mehr und besseren Website-Traffic zu generieren?

Eine professionelle Website oder ein Online-Shop zu haben ist noch lange kein Garant für hochwertigen Traffic. Man muss schon in Inhalte und SEO investieren, damit das Pageview-Chart einer alpinen Berglandschaft ähnelt.

So kannst du mehr organischen Traffic generieren

1. Schreibe Fachartikel!

Helfe deinen Zielkunden dabei, ein Problem zu lösen. Zum Beispiel in Form von Textartikeln: How-tos, Checklisten, Erfahrungsberichte und so weiter. Schweife jedoch nie ab und achte auf eine verständliche Sprache. Das Tolle ist: Organischer Traffic ist quasi kostenlos. Mehr über SEO-Content erfährst du hier.

Merke: 1 Frage = 1 Artikel = 1 Seite

Produziere Inhalte, welche dem Zielkunden gefallen und zu Deiner Marke passen.

Erfolgreiche Content-Formate

Laut Brian Dean von SEMRush ziehen die folgenden drei Content-Formate massenhaft Besucher an:

  • The Source: Generiere Content aus selbst durchgeführten Umfragen, Erhebungen oder Studien.
  • The Curated List: Stelle eine Liste von namhaften Autoren, Bloggern und Influencern zusammen, die in der Branche etwas zu sagen haben. Zum Beispiel “die 10 wichtigsten Bücher zum Thema …”
  • The “How I Did It”: Artikel aus der Ich-Perspektive, in dem erläutert wird, wie ein gängiges Problem geöst wurde (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

2. Nutze Visual Content!

Reine Textinhalte sind ziemlich trocken. Nutze deshalb Infografiken und Videos, um deine Artikel aufzulockern. Sofern sie in den Kontext passen. Verzichte jedoch auf austauschbare Stockfotos. Jeder Inhalt einer Seite sollte sich am Thema (also der Kundenfrage) orientieren.

SEO-Copywriting

Netter Nebeneffekt: Über Bilder lässt sich zusätzlicher Traffic generieren, wenn diese in Suchergebnissen erscheinen. Denn viele User suchen gezielt nach visuellen Inhalten.

3. Beobachte Wettbewerber!

Bei Wettbewerbern findest du zuhauf Artikelideen und Schlagwörter, die im Trend liegen. Kopiere aber nicht einfach fremde Ideen, sondern orientiere dich weiterhin an typischen Kundenfragen. Nutze gewonnene Informationen dazu, diese Fragen noch besser beantworten zu können.

4. Investiere in Onsite-SEO!

Führe für jede deiner Websites die Basis-SEO-Maßnahmen durch. Das bedeutet vor allem, dass du das wesentliche Keyword an allen wichtigen Stellen unterbringst: im Seitennamen, im Meta Title, in der Meta Description, in der H1-Überschrift und natürlich im Artikel selbst. Ein SEO-Tool hilft dir bei der Optimierung.

5. Achte auf die Linkstruktur!

Der Aufbau der Linkstruktur hat großen Einfluss auf das Ranking und folglich auf deinen Traffic. Richtig eingesetzt steigern Hyperlinks auch den Komfort beim Besuch der Website (User Experience). Setze Hyperlinks so ein, dass der User schnell und bequem sein Ziel erreichen kann. Platziere dazu in deinen Artikel immer ein paar Links zu anderen Artikeln. Alle deine Artikel sollten mehrfach verlinkt sein.

6. Ermittle Seiten mit Potenzial!

Nutze die Google Search Console (GSC) oder ein Web Analytics Tool, um a) besonders schwache und b) besonders erfolgreiche Seiten zu ermitteln. Ist eine Seite schwach, identifiziere die Ursache (z. B. Suchvolumen, Ranking, Überschneidungen) etc. Hat eine Seite ein großes Suchvolumen, aber rankt noch etwas unglücklich zwischen Position 5 und 20, optimiere sie weiter. Auch Aktualisieren des Artikels hat hier einen Effekt.

Bonus-Tipp: Nutze die Google Search Console.

Du setzt auf organischen Traffic? Dann ist die Google Search Console (kurz GSC) dein bester Freund. Nutze dieses kostenlose Google-Tool, um über die Performance deiner Artikel informiert zu sein und zeitnah wichtige SEO-Maßnahmen einleiten zu können.

Search Console für Keyword-Ideen

7. Nutze aktiv Keyword-Tools!

Neue Keyword-Ideen sind das A und O, wenn man mehr Traffic generieren möchte. Nutze dazu professionelle Tools wie Semrush oder Keysearch. Ziel ist es, Suchphrasen mit viel Potenzial zu ermitteln und das Volumen des organischen Traffic zu maximieren.

8. Produziere Link-Magnete!

Diese Taktik ist etwas für Fortgeschrittene: Es gibt im Netz Artikel, die besonders gern verlinkt werden. Meistens, weil sie einzigartig sind oder en mass fundiertes Wissen liefern. Man nennt sie Link-Magnete, weil sie quasi magisch Backlinks generieren. Produziere hin und wieder einen solchen Artikel, auch wenn es viel Arbeit macht.

Organic oder Paid?

Displaywerbung ist fast immer Geldverschwendung! Zum einen, weil Werbung immer schlechter funktioniert. Zum anderen, weil deine Wettbewerber die Kosten für Werbung in die Höhe treiben. Dein Ziel sollte es sein, mindestens 80 % organischen Traffic zu generieren.

9. Setze auf Social Media!

Eine wichtige Quelle für kostenlosen Web-Traffic sind naturgemäß die sozialen Netzwerke. Deshalb solltest du hier deinen Content regelmäßig bewerben. Zumindest in jenen Social-Media-Kanälen, die deine Zielkunden bevorzugt nutzen.

10. Sorge für regelmäßige Updates!

User und auch Google mögen keine statischen Websites. Sorge deshalb für eine gewisse Dynamik. Soll heißen: Aktualisiere regelmäßig deine Startseite und vor allem deine Artikel. Vor allem jene, die erfahrungsgemäß für viel relevanten Traffic sorgen.

Und was ist mit der Traffic-Qualität?

Traffic ist nicht gleich Traffic. Hinter einem anonymen Userprofil kann sowohl ein CEO als auch ein Azubi stecken. Wenn du Containerschiffe verkaufst, nützen dir Freizeitskipper wenig.

Folgende Merkmale kennzeichnen die Qualität des Traffics:

  • User gehören zur Zielgruppe oder bgar einer Buyer Persona.
  • User haben konkreten Bedarf an der angebotenen Leistung (Bedürfnis, Wunsch und finanzielle Mittel)
  • User haben eine konkrete Kaufabsicht (Buyer Intent)

Natürlich sind User mit Kaufabsicht am wertvollsten. Aber auf diese stürzen sich auch alle deine Wettbewerber. Deshalb ist Website Traffic selbst dann relevant, wenn bloß eines dieser Merkmale zutrifft. Denn dann haben User das Potenzial, zu wertvollen Kunden zu werden.

Was ist das Problem mit irrelevantem Traffic?

Na klar ließe sich qualitativ minderwertiger Traffic einfach ignorieren. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, denn Website-Zugriffe von “Nicht-Zielkunden” führt zu handfesten Problemen:

  • Verzerrte Erfolgsmessung: Dir wird es kaum gelingen, in deinen Analytics die Spreu vom Weizen zu trennen. Folglich lassen sich nur schwer Erkenntnisse gewinnen, wenn die Zahlen zu einem großen Teil auf irrelevanten Traffic basieren.
  • Wertlose Anfragen: Eingehende Anfragen müssen normalerweise händisch geprüft werden. Das kostet viel Zeit. Da ist es ärgerlich, wenn der Containerschiff-Anbieter zuhauf Anfragen von Jolleneignern abarbeiten muss.
  • Spam: Nicht zu vernachlässigen ist der Schaden durch Bots und Spam. Sie vergeuden technische Ressourcen und können sogar Sicherheitsrisiken darstellen.

Exkurs: Bot Traffic

Ein zunehmendes Problem ist sogenannter Bot Traffic. Also Website-Zugriffe, die nicht von Menschen ausgeführt werden. Oft machen diese bereits mehr als 50% des Gesamt-Traffics aus. Daraus resultieren nicht nur eine verzerrte Analytics-Daten, sondern auch handfeste Sicherheitsprobleme.
Als Lösung bietet sich der Einsatz eines CDN (Content Dellivery Networks) oder spezieller Schutzprogramme wie Datadome oder radware an.

In neun Schritten zu mehr relevanten Web-Traffic

Du möchtest mehr und qualitativ hochwertigeren Web-Traffic für deine Website generieren? Dann musst du Geduld aufbringen. Es gibt nicht den einen Growth Hack, der auf einen Schlag kaufwillige Kundschaft anlockt. Gehe am besten strategisch vor und arbeite Stück für Stück die nachfolgend beschriebenen Schritte ab:

1. Zielkunden beschreiben

Im ersten Schritt ist es extrem wichtig, den Zielkunden bzw. die Zielgruppe zu beschreiben. Nur wenn Du diesen genau kennst, kannst du deine Website und die Bewerbung der Inhalte richtig ausrichten. Greife am besten auf den gängigen Frameworks (Buyer Persona, Ideal Customer Profile) zurück.

Buyer Persona erstellen

2. Nutzenversprechen formulieren

Wenn du eine Leistung bewirbst, musst du den Zielkunden im Herzen berühren. Deshalb ist es wichtig, seine gravierendsten Painpoints zu kennen. Darüber hinaus musst du wissen, warum deine Lösung besser geeignet ist als jene von Mitbewerbern. Das alles auf den Punkt gebracht nennt sich “Nutzenversprechen“.

3. Content- und Keyword-Audit

Nun geht es an die Bestandsaufnahme. Transportierst du mit deinen Inhalten ein Nutzenversprechen? Werden damit die richtigen Zielkunden angesprochen? Gehe Schritt für Schritt jedes Keyword durch. Spricht es tatsächlich potenzielle Kunden mit konkretem Bedarf oder gar einer Kaufabsicht an? Ein Content Audit kann Antworten liefern.

4. Wettbewerbs- und Benchmark-Analyse

Sicherlich kennst du deine wichtigsten Mitbewerber. Finde heraus, wie diese an ihren Traffic kommen. Auf welche Kanäle und Keywords setzen sie? Welche scheinen zu funktionieren? Eine SEO-Konkurrenzanalyse und Benchmark-Analyse gibt Aufschluss darüber.

5. Mehr Content bereitstellen

Nutze deine Erkenntnisse, um mehr relevanten SEO-Content bereitzustellen. Und zwar für alle Phasen der Customer Journey. Als Content Hub dient bestenfalls ein Corporate Blog auf Deiner Website. 

6. Mehr Content-Formate bereitzustellen

Nicht jeder liest gerne. Viele Menschen hören lieber Podcasts oder schauen Videos. Biete deshalb für jeden etwas und schließe niemanden aus, sofern Dir entsprechende Ressourcen zur Verfügung stehen. Fange aber erstmal mit Artikeln in Textform an. 

content-formate

7. Nutze soziale Netzwerke

Bewirb deinen Content dort, wo sich deine Zielkunden bevorzugt tummeln. Häufig sind das bestimmte soziale Netzwerke. Entwickle hier Schritt für Schritt eine treue Audience, die eifrig mit deinem Content interagiert.

8. Integriere Content in deinen Shop

SEO Traffic für Shops zu generieren ist schon lange ein großes Thema im E-Commerce. Diese sollte jedoch generell immer am Ende einer Kategorie- oder Produktseite stehen. Ist ein langer Textblock am Seitenanfang, kann dies den Kunden abschrecken.

9. Analytics nicht vernachlässigen

Die beschriebenen Maßnahmen werden dazu führen, dass sich das Volumen und die Qualität deines Traffics von Tag zu Tag verbessert. Allerdings wird nicht jede Maßnahme funktionieren. Messe regelmäßig deine Content Performance, um herauszufinden, welche Anstrengungen sich lohnen und welche nicht.

Fazit

Immer mehr Marketer wünschen sich nachhaltige Trafficquellen und setzen deshalb verstärkt auf Content-Marketing. Auch du willst deinen Website-Traffic steigern? Dann lege noch heute los und schreibe ein paar nützliche Artikel! Deine Ausdauer und Geduld werden schon bald belohnt.

Über den Autor
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Moin aus Hamburg!
Mein Name ist Frank und ich bin bereits seit 1996 in der Digitalbranche unterwegs. Du benötigst Hilfe bei der Auswahl und Einführung von Tools oder einer Marketing Cloud? Gern bin ich dein unabhängiger MarTech-Berater!

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