Was ist eigentlich E-Mail-Marketing?

Was ist eigentlich E-Mail-Marketing?

Eine der ältesten Disziplinen im Marketing ist auch eine der spannendesten: E-Mail-Marketing. Leider wird das Potenzial von E-Mails als Marketingkanal oft unterschätzt. Warum das so ist und wie du E-Mail-Marketing für dich nutzen kannst, erfährst du hier.

Mit dem Ende von Third-Party-Cookies überlegen sich Kunden, wie sie mit ihren Kunden in einen fortlaufenden Dialog treten können. Dazu investieren sie, trotz knapper Kassen, viel Geld in Marketingtechnologien. Und setzen dabei vor allem auf E-Mail-Marketing. Denn die E-Mail ist der beste Kanal für den digitalen Dialog.

Was ist E-Mail-Marketing?

E-Mail-Marketing (kurz EMM) ist ein spezieller Marketingansatz für den systematischen elektronischen Dialog mittels E-Mail. Im Marketing-Mix dient sie vor allem der Kommunikation (Promotion). Typische Kommunikationsinstrumente des EMM sind zum Beispiel der E-Mail-Newsletter oder Stand-Alone-Kampagnen.

Ihren Ursprung hat E-Mail-Marketing vor allem im Direktmarketing und verhalf Konzepten wie Database Marketing und CRM zum Durchbruch.

Bedeutung heute

Mit dem Ende von Third-Party-Cookies und steigenden Werbekosten spielt E-Mail-Marketing eine immer wichtigere Rolle. Denn es ermöglicht einen digitalen Dialog mit (potenziellen) Kunden auf Basis von First-Party-Data. Weitgehend unabhängig von den großen Tech-Konzernen, auch GAFAM genannt (Google-Mutter Alphabet, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft).

Vorteile von E-Mail-Marketing

Die E-Mail als Kommunikationskanal hat viele weitere Vorteile:

  • E-Mails können sowohl Text als auch visuelle Inhalte umfassen. Bei der Gestaltung einer E-Mail gibt es wenig Grenzen.
  • Inhalte von E-Mails lassen sich während des Versands automatisiert erstellen und personalisieren.
  • Der Versandzeitpunkt einer E-Mail lässt sich präzise steuern.
  • Die Versanddauer beträgt gewöhnlich weniger als ein paar Sekunden.
  • Auf E-Mails kann der User auf vielfache Weise reagieren (zum Beispiel durch Klick auf einen Hyperlink)
  • Weltweit nutzen rund 4,3 Milliarden Menschen die E-Mail zur Kommunikation.
E-Mail-Marketing KPIs

Ziele von E-Mail-Marketing

EMM ist auch deshalb so beliebt, weil es vielseitig einsetzbar ist. Sowohl für taktische als auch für strategische Ziele:

  1. Maximierung der Conversions
  2. Steigerung der Kundenbindung 
  3. Verbesserung der Marken-Reputation
  4. Erhöhung der Brand Awareness
  5. Aufbau von Vertrauen

Die E-Mail ist ihr eigener größter Feind!

Die Vielseitigkeit und die geringen Kosten sind für das E-Mail-Marketing ein Problem. Viele Marketing Manager konzentrieren sich naturgemäß auf "Low-hang Fruits" und nutzen die E-Mail zur Conversion-Maximierung. In der Folge wenden sich Abonnenten früher oder später genervt ab. Denn irrelevante E-Mails werden als störend empfunden. Das kann sowohl die Marken-Reputation als auch das Kundenvertrauen nachhaltig beschädigen.

Ausprägungen von E-Mail-Marketing

Wie schon erwähnt, ist E-Mail-Marketing viel mehr als der allgegenwärtige Newsletter. Die bekanntesten Instrumente dieses Marketingansatzes sind:

  • Newsletter (aka Newsletter-Marketing)
  • Standalone-Mailings (aka Standalone-Newsletter)
  • Trigger Mail
  • E-Mail-Automation bzw. Serien (aka Flow bzw. Drip Campaign)
  • Newsletter-Werbung (Schalten von Werbung in den E-Mails eines Dritten)

Auch verschiedenen Taktiken zur Opt-in-Generierung kann man als Marketinginstrumente betrachten. Wie zum Beispiel das Schalten und Bewerben eines Registrierungsformulars auf der eigenen Website.

Erfolgsfaktoren im E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing hat viele Gesichter. Und es gibt keine Blaupause für den Erfolg. Auch Best Practice ist problematisch, wenn man keine neuen Ideen evaluiert. Ein paar Erfolgsfaktoren lassen sich jedoch aufzählen.

1. Betrachte E-Mail-Marketing ganzheitlich

Leider nutzen viele Versender die E-Mail primär zur Conversion-Maximierung. Ganz gleich, ob Kunden einen Bedarf an der angebotenen Leistung haben oder nicht. Versuche, Kunden entlang ihrer kompletten Customer Journey optimal mit Informationen und Angeboten zu versorgen. Damit sie sich wertgeschätzt fühlen.

2. Saubere Anmeldeprozesse aufsetzen

Ohne “Permission” (Opt-in) ist der Versand von werblichen E-Mails in den wenigsten Fällen gestattet. Deshalb hat sich das Double-Opt-in-Verfahren (kurz: DOI) durchgesetzt. Nutze also unbedingt Anmeldeprozesse, welche den Anforderungen der DSGVO genügen. 

3. Nur relevante E-Mails versenden

Nerve User nie mit E-Mails, deren Inhalte für sie nicht relevant sind. Ohne Daten ist das natürlich schwierig, aber du kannst von Anfang auf die Erwartungshaltung der Abonnenten einzuwirken. Wenn die sich nur wegen eines Welcome-Gutscheins anmelden, hast du schnell ein Problem. 

4. Auf Datenhygiene achten

Achte darauf, dass ungültige Kontakte (fehlerhafte E-Mail-Adresse) und Kontakte ohne Opt-in (inklusive den Abmeldern) umgehend aus deinen Listen verschwinden. Auch länger inaktive Kontakte solltest du nach spätestens 8-10 Monaten zumindest temporär aus deinen Listen entfernen.

5. Zustellbarkeit überwachen

Die bislang genannten Punkte wirken sich alle positiv auf die Zustellbarleit deiner E-Mails aus. Und dennoch solltest du (vor allem bei hohen Versandvolumen) mögliche Verstöße gegen Richtlinien der Mail Box Provider (Spambeschwerden, Authentifizierung etc.) im Blick behalten. 

6. Permanente Optimierungen

Im optimalen Fall hast du Ziele im Rahmen einer E-Mail-Marketing-Strategie festgelegt. Doch manchmal stocken die Maßnahmen. Nicht nur dann gilt: Klammere dich nie zu lange an den Status quo. Und schon gar nicht an Best Practice. Probiere stattdessen immer wieder neue Ideen aus. Und stütze die dabei nicht allein auf Metriken wie Click Rate oder Open Rate.

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