Content Assets verwalten. Überblick behalten.

Wenn man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht…So ungefähr erging es uns selbst irgendwann im eigenen Content-Dickicht. Und fast jeder kennt das Gefühl von Deiner Bücher- oder Plattensammlung. Kategorisierung fällt ab einem bestimmten Punkt ziemlich schwer.

Betreibt Dein Unternehmen Content-Marketing, ist es wichtig, die Übersicht zu behalten. Es stellt sich die Frage nach der richtigen Organisation. 

Warum Content Assets überhaupt organisieren?

Ok, diese Frage erwartet man eher von einem bockigen Teenager. Anders als bei der Ordnung in den eigenen vier Wänden ist Struktur im Content-Marketing tatsächlich überlebenswichtig. Denn nur so ist es möglich, schwache Content Assets zu identifizieren und Ressourcen gezielt einzusetzen. Doch dazu später mehr.

Was sind Content Assets?

Das englische Wort „asset“ bedeutet so viel wie Vermögensgegenstand oder Vermögenswert. Tatsächlich können auch Texte, Bilder, Audiodateien und Videos zum Vermögenswert von Unternehmen zählen. Denn sie haben einen Nutzwert. Nicht zuletzt, weil sich nicht ohne Weiteres von Mitbewerbern zerstören oder kopieren lassen. Deshalb spricht man von Content Assets.

Öffentliche Kategorien und Tags

Die verständlichste Kategorisierung ist jene, die wir als Betreiber eines Corporate Blogs vornehmen, um Besucher die Orientierung zu erleichtern. Hier fassen wir Inhalte oft nach Themen zusammen oder verpassen ihnen Schlagwörter (Tags). Hier steht allein die User Experience im Vordergrund. 

Was ist Digital Asset Management?

Längst gibt es spezielle Software zur Verwaltung abertausender Texte, Grafiken und sonstigen digitalen Assets. Derartige Lösungen werden unter der Kategorie "Digital Asset Management" (Kurzfrorm: DAM) angeboten. Eine DAM-Lösung hilft zum Beispiel dabei, Assets im Team kollaborativ zu bearbeiten und verfügbar zu machen.

Attribuierung im Rahmen eines Content-Audits

Attribuierung von Content Assets spielt sowohl eine Rolle für die Planung neuer Inhalte als auch beim Content-Audit.

Intern klassifiziert man Content Assets gewöhnlich auf Basis dieser Merkmale:

  • Sprache
  • Thema / Themengruppe 
  • Buyer Persona
  • Format: (z. B. Blog-Artikel)
  • Art: (z. B. Educational Content)
  • Funnel-Phase (ToFu, MoFu, BoFu)
  • CTA (Handlungsaufforderungen bzw. weiterführender Asset)
  • Status: Online/Offline
  • Datum der letzten Änderung

Was ist ein Content Audit?

Ein Content Audit ist eine Bestandsaufnahme aller Inhalte, die sich bereits auf der Website befinden. Er gibt einen Überblick darüber, welche Themenbereiche bereits abdeckt und welche noch fehlen.

Attribuierung nach Zielen

Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen Zweck und Nutzen des Inhalts aus der sicht des Konsumenten. Der mögliche Nutzen eines Inhalts lässt sich grundsätzlich wie folgt beschreiben:

  • Entertainment
  • Helfen
  • Beziehung aufbauen
  • Kaufentscheidung vereinfachen
content-ideen

Mehr erfahren: Olaf Kopp

Dabei kann es durchaus vorkommen, dass Dein Inhalt mehrere dieser Attribute bedient. Ein interessanter Artikel kann unterhaltend und gleichermaßen verkaufend sein.

Vorteile im Überblick

Jetzt wirst Du Dich eventuell Fragen, ob dieser Aufwand wirklich nötig ist…
Die Antwort lautet definitiv: Ja! Denn Content-Produktion kostet viel Zeit und Geld. Jede falsche Investition bedeutet einen Rückschritt, der sich so schnell nicht ausgleichen lässt. Struktur und Attribuierung helfen vor allem hier:

  • Content-Audit (Content-Analyse)
  • Content-Mapping in die Customer Journey
  • Retargeting-Kampagnen
  • E-Mail-Marketing und Marketing-Automation
  • Seiten-Kategorisierung in Google Analytics
  • Präzisere Erfolgsmessung
  • Schnelleres Einarbeiten neuer Team-Mitglieder
  • Einfacheres Outsourcing von Aufgaben

Fazit

Ordnung ist das halbe Leben. Erst recht im Content-Marketing. Mein Tipp: Fange frühzeitig an, Inhalte zu strukturieren und zu kategorisieren. Zum Beispiel mit Tools wie Google Tabellen oder Trello. Oft kann es sinnvoll sein, verschiedene Tools miteinander zu kombinieren. 

Über den Autor

Über den Autor

Frank Rix beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit Data-Driven Marketing. Nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik in Flensburg beriet er u. a. Unternehmen wie Montblanc, Euler Hermes, PwC und DHL.

Ergänzende Artikel

Du wünscht Dir Dashboards für besseres Content-Marketing?

Artikel teilen

Share on linkedin
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on email