So findest Du tolle Content-Ideen für Deinen Blog.

So findest Du tolle Content-Ideen für Deinen Blog.

08/15-Content ist öde wie Krankenhauskost. Tolle Blog-Themen müsser her! Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Hier ein paar Tipps, wie Du geeignete Content-Ideen für Deinen Blog findest.

Inhalt

Was ist eine Content-Idee?

Eine Content-Idee ist ein Thema oder eine Story welche(s) sich zum Einsatz im Content-Marketing oder Social Media Marketing eignet. Die Krus: Die Qualität einer Idee ist zunächst unklar. Das Bauchgefühl entscheidet, ob eine Content-Idee weiter verfolgt wird oder nicht.

Enormer Wettbewerb

Weltweit existieren rund 500 Millionen Blogs. Bei Youtube werden je Minute in etwa 500 Stunden Videomaterial hochgeladen. Und allein in Deutschland werden jährlich 64.000 Bücher veröffentlicht. 

Kein Mensch kann all diesen Content auch nur annähernd konsumieren. Und dennoch ebbt der Hunger nach Inhalten nie ab. Woran liegt das?

Der moderne Mensch ist nie zufrieden. Ständig will er einen (vermeintlichen) Mangel beheben. Im Content-Marketing geht es meistens darum, bei der Lösung eines spezifischen Problems zu helfen.

Content Ideen finden

Tatsächlich gibt es wohl zu jedem gängigen Problem irgendwo ein dokumentierte Lösung. Die Aufgabe eines Content-Marketers ist es, die für den konkeret Fall perfekte Problemlösung zu entwickeln.

Beispiel
Kürzlich wollte ich das Rückrad eines eScooters wechseln, um den platten Reifen zu flicken. Bei Youtube gibt es eine Anleitung für das Vorderrad. Und auch nur in englischer Sprache. Hilfreich. Aber nicht perfekt.

Aufgabe des Content Marketers: ein auf das konkrete Szenario ausgerichtetes Content Asset bereitzustellen.

Schritt 1: Den Zielkunden genau kennen

Gutes Content-Marketing und ein professioneller Blog basieren stets auf einer Content-Marketing-Konzept oder wenigstens einem Konzept. Aus dem geht ziemlich genau hervor, was den Zielkunden bewegt.

  • Was genau sind seine Wünsche?
  • Was sind seine größten Pain Points?
  • Welche Fragen stellt er sich? 
  • Welches Vorwissen bringt er mit?

Diese Antworten können sich entlang seiner Customer Journey (Kundenreise) unterscheiden. Im Content-Marketing geht es Datum, zur richtigen Zeit im richtigen Kontext hilfreiche Inhalte bereitzustellen.

Deine Aufgabe ist es folglich, die Perspektive Deines Zielkunden einzunehmen. Hilfreiche Konzepte sind die Customer Journey und die Buyer Persona. Im B2B-Umfeld ist darüber hinaus sinnvoll, sogenannte Ideal Customer Profiles zu bestimmen.

Nutze im Zweifel die üblichen Recherche-Methoden:

  • Frage Deine Kunden direkt
  • Setze Dich mit den Kollegen und Kolleginnen aus dem Kundendienst zusammen
  • Beobachte Diskussionen in sozialen Medien und Foren
  • Führe eine Keyword-Analyse durch
  • Besuche die Blogs von Mitbewerbern

Schritt 2: Abgrenzung vom Wettbewerb

Die Konkurrenz schläft nicht. Schon gar nicht beim Content. Deshalb solltest (möglich ebenso vorab im Rahmen einer Strategie) Deinen “Sweet Spot bestimmen.

Laut Wikipedia wird mit dem Begriff Sweet Spot (alias  Sweetspot oder Sweet Area)  eine Art effektive Zone bezeichnet. Wenn sich etwas im Sweetspot befindet, hat es bzw. erhält es die optimale Wirkung. Die Bezeichnung kommt aus dem Englischen und bedeutet “süßer Punkt”.

Wie finden wir heraus, welcher Content sowohl zu meiner Marke passt, als auch wirklich die Kunden interessiert? Was Du suchst, nennt sich im Fachjargon “Sweet Spot”.

Den Begriff  hat übrigens der Gründer des Content Marketing Instituts (CMI), Joe Pulizzi, ein Vorreiter des modernen Content-Marketing-Gedankens, geprägt.

“Most of the content marketing examples we see are general and not helpful. In that case, it would be better not to create any content at all.”

Joe Pulizzi

Gemeint ist die Schnittmenge zwischen dem eigentlichen Kompetenzbereich des Unternehmens und den Pain Points des Kunden. 

sweet-spot-content-marketing

Frage Dich, inwiefern Du dem Kunden auf Basis seiner Bedürfnisse und Probleme (siehe Schritt 1) einen besonders großen Mehrwert bieten kannst. 

Beachte dabei, dass es sicherlich Themenfelder gibt, über die bereits häufig berichtet wurde. Denen solltest Du nicht allzu viel Aufmerksamkeit widmen. Gerade bei begrenzten Ressourcen ist es wichtig, sich zu fokussieren. Werde Dir Deiner Stärken bewusst!

Schritt 3: Topic Cluster bestimmen

Hast Du alle Fragen erfolgreich beantwortet, kennst Du sicherlich die Kernthemen Deines Blogs. Im Fachjargon spricht man von Pillar Content. Aus diesem ergibt sich ein Grundgerüst für alle Deine Content-Initiativen. Dieses Gerüst wird auch Topic Cluster genannt.

Topic Cluster

Ein simples Beispiel: Der Pillar Content eines Fitnessstudios kann sich wie folgt aufteilen: Kraft, Bewegung, Events

Schritt 4: Themen für Pillar Content ableiten

Im vierten Schritt geht es darum, für jedes Kernthema Unterthemen zu bestimmen. Beschreibe sie jedoch nur in Kurzform. 

topic-cluster-beispiel-content-marketing

Spätestens an dieser Stelle lohnt sich der Zugriff auf ein Teams, Recherchen und Kreativitätstechniken.

Schritt 5: Blog-Themen konkretisieren

Leite nun aus jedem Unterthema konkrete Blog-Themen ab. Sammle dazu typische Kundenfragen und -probleme. Im Rahmen von Featured Snippets schätzt Google vor allem Fragestellungen mit folgendem Aufbau:

  • Wie …
  • Was ist …
  • Wie mache ich …
  • Wie funktioniert …
  • Warum ist …
  • Warum macht …
  • Was hat …

Bei der Recherche nach typischen Kundenfragen helfen die übrigens Keyword-Tools wie der Google-Keyword-Planer oder das kostenlose Tool keyword.io. Gute Ergebnisse liefert aber auch Google Suggest, also die Autovervollständigung der Google-Suche.

google-suggest-beispiel

Bonus-Tipp: Auch ein Blick in andere Blogs und in Fachzeitschriften können Dir wertvolle Inspirationen liefern.

Tipps für das Sammeln von Blog-Ideen

1. Bestimme einen festen Ort für Content-Ideen!

Vor allem für Teams lohnt sich ein zentraler, für alle erreichbarer Ort zur Ideensammlung. Ein Klassiker ist z. B. Trello. Hier können Teammitglieder auch mobil auf Ideen zugreifen.

2. Sammle so viele Content-Ideen wie möglich!

Je mehr Ideen Du mit Deinem Team sammelst, desto besser. Motiviere daher möglichst viele Kolleginnen und Kollegen dazu, regelmäßig eigenen Input zu liefern. Dazu muss ggf. das traditionelle Silodenken aufgebrochen werden. Denn je unterschiedlicher die Hintergründe der Teams sind, desto vielseitiger sind die Ideen. Ganz wichtig: Ideen dürfen zunächst nicht bewertet werden!

Bonus-Tipp
Je nach Branche eignen sich soziale Netzwerke perfekt zum Sammeln von Ideen. In Twitter, Instagram und LinkedIn kannst Du Postings bequem mit einem Lesezeichen versehen.

3. Strukturiere gesammelten Ideen regelmäßig!

Sorge dafür, dass neue Ideen geordnet und bewertet werden. Und zwar nach Möglichkeit regelmäßig. Dies ist eine Aufgabe, die sich ebenfalls in Teamarbeit angehen lässt.

Achte auch darauf, dass Du alle wichtigen Phasen der Customer Journey und alle wichtigen Content-Formate abdeckst. 

content-funnel

4. Leite neue Themen ab!

Gehen Deine Ideensammlung durch. Immer und immer wieder! Verknüpfe und verändere einzelnen Ideen, um aus ihnen etwas Neues zu entwickeln. (Hierbei hilft übrigens die SCAMPER-Methode.)

5. Priorisiere Deine Themen!

Priorisiere Deine Liste mit Themen auf Basis folgender Kriterien:

  • Potenzial (Trafficvolumen, Konkurrenz)
  • Produktionsaufwand (hängt natürlich stark vom Content-Format ab)
  • Lücken im Funnel (wo im Funnel gibt es noch zu wenig Angebote?)

Nützlich kann zum Beispiel das RICE-Scoring-Verfahren sein. 

Fazit

Content-Themen finden ist gar so schwer. Voraussetzung ist der Fokus auf den Zielkunden und eine strukturierte Vorgehensweise. Ich empfehle Dir, einen festen Workflow für die Ideengenerierung und Themenfindung zu etablieren.

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Über den Autor
Über den Autor

Moin aus Hamburg! Mein Name ist Frank und ich habe einst Wirtschaftsinformatik studiert. Seit rund 20 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Inbound-Marketing. Vor allem liebe ich es, hilfreichen Content zu publizieren.