Webinare sind ein starkes Marketing-Tool – doch ohne die richtige Bewerbung bleiben die virtuellen Räume leer. Erfolgreiche Webinar-Promotion beginnt bei einer klaren Zielgruppe, reicht über die Wahl der passenden Kanäle bis hin zu cleverem Reminder-Marketing. In diesem Artikel erfährst du, wie du dein Webinar sichtbar machst, Anmeldungen steigerst und aus Teilnehmern echte Kunden gewinnst.
Was ist ein Webinar?
Der Begriff Webinar setzt sich aus den beiden Wörtern „Web“ und „Seminar“ zusammen. Webinare sind folglich ganz oder teilweise digital abgehaltene Seminare. Die Teilnahme ist von jedem beliebigen Ort auf der Welt möglich. Ein Smartphone oder Tablet sowie eine schnelle Internetverbindung vorausgesetzt.

Der Vortragende benötigt lediglich einen PC sowie eine Kamera und ein Mikrofon. Eine spezielle Webinar-Software ermöglicht das Einladen und Kommunizieren mit den Teilnehmern. Im Rahmen von Webinaren werden oft Animationen oder Slideshows gezeigt. Software-Anbieter haben den Vorteil, ihr Produkt direkt präsentieren zu können.
Kurzum: Im B2B-Kundenakquise spielen Webinare eine wichtige Rolle.
Warum die richtige Bewerbung entscheidend ist
Ein Webinar kann fachlich noch so wertvoll sein – ohne wirksame Bewerbung bleibt der virtuelle Raum leer. Die beste Präsentation, der erfahrenste Speaker und der spannendste Case sind nutzlos, wenn niemand davon erfährt. Marketing für Webinare ist deshalb kein „Add-on“, sondern der Schlüssel zum Erfolg. Unternehmen, die ihre Promotion strategisch aufziehen, erzielen nicht nur volle Teilnehmerlisten, sondern auch einen messbaren Effekt auf Leadgenerierung und Kundenbindung.
Best Practices zum Bewerben deines Webinars
1. Zielgruppenanalyse: Wen willst du erreichen?
Bevor du Anzeigen schaltest oder Posts planst, solltest du genau wissen, wen du ansprechen willst. Definiere deine Buyer Personas: Welche Probleme haben sie? In welcher Phase der Customer Journey befinden sie sich? Ein Webinar für Entscheider muss anders beworben werden als eines für Anwender. Für die einen zählen ROI und Strategietrends, für die anderen praktische Tipps und Best Practices. Je klarer du deine Zielgruppe kennst, desto präziser kannst du Botschaften und Kanäle auswählen.
3. Kanäle zur Webinar-Promotion auswählen
Die Bewerbung deines Webinars lebt von einem cleveren Mix aus Kanälen:
- E-Mail-Marketing eignet sich ideal für bestehende Kontakte. Personalisierte Einladungen mit klaren Benefits sorgen für hohe Klickraten. Reminder-Mails steigern die Show-up-Rate.
- Social Media bietet Reichweite – sowohl organisch als auch bezahlt. LinkedIn-Events oder kurze Teaser-Posts auf Instagram und Facebook wecken Neugier.
- Paid Ads wie Google Display oder LinkedIn Lead Ads können neue Zielgruppen erschließen. Besonders effektiv sind Formulare, mit denen sich Interessenten direkt anmelden können.
- Partnernetzwerke erhöhen Glaubwürdigkeit. Wenn Branchenverbände, Influencer oder Kunden das Webinar teilen, erreichst du zusätzliche, qualifizierte Zielgruppen.
3. Content-Marketing für Webinare
Neben direkter Werbung kannst du dein Webinar auch über Content subtil sichtbar machen. Schreibe Blogartikel, die thematisch vorbereiten und am Ende mit einem CTA („Vertiefe das Thema im Live-Webinar“) zur Anmeldung führen. Erstelle ein kurzes Teaser-Video, in dem Speaker oder Experten den Nutzen in 30 Sekunden auf den Punkt bringen. Oder biete ergänzende Inhalte wie Whitepaper oder Checklisten an, die gleichzeitig als Türöffner zur Webinar-Anmeldung dienen. So wird dein Event Teil deiner Content-Strategie – und nicht nur eine einmalige Kampagne.
4. Timing & Reminder: So erhöhst du die Show-up-Rate
Viele Unternehmen gewinnen zwar Anmeldungen, verlieren aber die Hälfte der Interessenten bis zum Live-Termin. Entscheidend ist deshalb das richtige Timing: Starte die Bewerbung drei bis vier Wochen im Voraus. Versende nach der Anmeldung sofort eine Bestätigung inklusive Kalendereintrag. Schicke dann Reminder eine Woche, einen Tag und eine Stunde vor dem Event. Wer möchte, kann zusätzlich SMS- oder Messenger-Erinnerungen nutzen. So bleibt dein Webinar präsent – und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Angemeldete auch wirklich teilnehmen.
5. Nachbereitung: Wie du Teilnehmer in Kunden verwandelst
Der Erfolg eines Webinars entscheidet sich nicht nur am Eventtag. Mindestens genauso wichtig ist die Nachbereitung. Versende eine Dankesmail mit Aufzeichnung und Präsentationsfolien. Ergänze einen zusätzlichen Content – etwa eine Case Study oder ein E-Book – als nächsten Schritt im Funnel. Integriere die Daten in dein CRM und nutze Lead-Scoring, um heißere Kontakte schnell an den Vertrieb zu übergeben. Mit einer kurzen Feedback-Umfrage erfährst du außerdem, wie relevant das Webinar wahrgenommen wurde – und erhältst wertvolle Signale für deine nächste Kampagne. Besonders wirkungsvoll ist es, Aufzeichnungen dauerhaft als On-Demand-Version verfügbar zu machen. So bleibt dein Webinar ein Evergreen-Leadmagnet.
5 häufige Fehler, die du vermeiden kannst.
Mangelhafte Vorbereitung
Natürlich müssen auch Webinare inhaltlich gut vorbereitet werden. Darüber hinaus sind die Zeit- und Kostenersparnisse jedoch enorm: Aufwände für Anreise, Räumlichkeiten und Catering entfallen komplett. Und selbst die einmaligen Upfront-Investitionen (Headset, Mikrofon, Kabel usw.) sind überschaubar. Webinar-Tools wie Livestorm sind im Rahmen eines Freemium-Modells verfügbar und einfach zu bedienen.
Aus der räumlichen Unabhängigkeit resultiert auch eine enorme Zeitersparnis. Tatsächlich kannst du potenzielle Kunden direkt vom Schreibtisch aus bedienen. Aufwendige Geschäftsreisen entfallen. Gleichzeitig trittst du mit mehreren interessierten Kunden parallel in Kontakt.
Doch vor allem in der Anfangszeit ist der Aufwand nicht zu unterschätzen. Und gute Vorbereitung ist wichtig, denn live lassen sich plötzlich auftretende Schwierigkeiten nicht immer elegant bewältigen.

Kundenwünsche ignorieren
Webinare ermöglichen den direkten Dialog mit (potenziellen) Kunden und generieren so wertvolles Feedback. Ergänzende Rückmeldungen lassen sich im Nachhinein über gesonderte Umfragen einholen.
Webinare nicht umfassend bewerben
Zum Webinar-Marketing gehört auch, das Event zu bewerben. Denn ohne relevante Teilnehmerschaft rechnet sich der ganze Aufwand nicht.
Plane also unbedingt genug Vorlaufzeit ein. Am besten gleich drei bis vier Wochen. Denn vor allem Entscheider sind oft mit Terminen vollgestopft.
Rühre ordentlich die Werbetrommel, um relevante Kontakte auf dein Webinar aufmerksam zu machen. Nutze dazu alle verfügbaren Kanäle: Social Media, Online-Werbung, E-Mail-Marketing und so weiter. Und vergiss keinesfalls den Reminder, um die No-Show-Rate zu drücken.
Webinar mit Sales Pitch verwechseln
Viele User überlegen sich mittlerweile zweimal, ob sie sich für ein Webinar anmelden oder nicht. Zu schlecht sind die Erfahrungen: Eindeutig zu werbliche Präsentationen ohne Substanz und aggressive Follow-ups aus der Sales-Abteilung sorgen für Frustration.
Content nicht wiederverwenden
Nach dem gehaltenen Webinar brauchst du die Präsentation nicht gleich entsorgen. Du kannst das komplette Webinar aufzeichnen und als Video auf YouTube oder wo auch immer bereitstellen. Auch sonstige Formen von Content Recycling bieten sich an.
Fazit
Die Bewerbung eines Webinars ist weit mehr als ein paar Social-Media-Posts. Wer Zielgruppenanalyse, Kanalauswahl, Content-Strategie und Reminder-Management miteinander verzahnt und im Anschluss die Leads konsequent nachbearbeitet, macht aus einem einmaligen Event einen nachhaltigen Marketing-Erfolg.

Moin aus Hamburg!
Mein Name ist Frank und ich bin bereits seit Mitte der 1990er in der Digitalbranche unterwegs. Meine Schwerpunkte sind Content-Marketing, E-Mail-Marketing und Workflow Automation mit make.com.