HTML5 hat Bannerwerbung ordentlich nach vorn gebracht. Animationen, Interaktionen und flexible Formate sind heute Standard. Und genau das macht HTML5-Banner so spannend. Doch welche Tools eignen sich wirklich? Und wie kommst du ohne große Vorkenntnisse zu professionellen Ergebnissen? In diesem Artikel zeige ich dir vier Wege, mit denen du moderne HTML5-Banner schnell und sauber umsetzen kannst.
Was ist ein HTML5-Banner?
Ein HTML5-Banner ist ein digitales Werbemittel, das mit HTML, CSS und JavaScript erstellt wird. Es erlaubt Animationen, Interaktionen und flexible Formate ohne Plug-ins. Dank des offenen Standards funktionieren HTML5-Banner in allen modernen Browsern und sind ideal für Display-Kampagnen auf Desktop und Mobile. Mehr Wissenswertes über Banner und Bannerwerbung findest du hier.
Was ist HTML5?
Hypertext Markup Language (kurz: HTML) bezeichnet eine Computersprache zur Strukturierung und Vernetzung von Texten und anderen Inhalten im World Wide Web. Dabei ist HTML5 die technische Weiterentwicklung von HTML4 und gilt als aktueller Standard. HTML5 zeichnet sich insbesondere durch funktionale Erweiterungen aus. Während bei der Vorgängerversion statische Elemente im Fokus standen, ist es nun möglich, Animationen und interaktive Elemente einzubinden. Darüber hinaus lassen sich problemlos Video- und Audiodateien einfügen.

Quelle: Digital Guide IONOS by 1&1
Was ist das Besondere an HTML5?
Vorteil eines HTML5-Banners
- SEO-Freundlichkeit: Dank der übersichtlichen Strukturierung können Suchmaschinen HTML-Seiten besser crawlen.
- Responsive Design: HTML5 kann auf mobilen Endgeräten verwendet werden. Somit lassen sich Banner responsive erstellen.
- Browserunabhängig: HTML5 besitzt eine hohe Kompatibilität der programmierten Seite in unterschiedlichen Browsern.
- Multimedial: Multimedia-Inhalte, interaktive Elemente, erweiterte Formular-Elemente sowie Web-Apps lassen sich mühelos integrieren.
- Plug-in unabhängig: Jederzeit können Inhalte simpel, ohne Plug-ins wie z. B. der Adobe Flash Player aufgerufen werden.
- Einfache Bearbeitung: Dank der neuen Strukturierung des HTML-Codes ist eine Überarbeitung relativ unkompliziert.
Nachteil eines HTML5-Banners
Technische Anforderungen & Performance-Tipps für HTML5-Banner
Damit HTML5-Banner überall sauber ausgespielt werden, solltest du ein paar technische Vorgaben beachten. Viele davon entscheiden darüber, ob dein Motiv überhaupt zugelassen wird – und wie schnell es lädt. Hier die wichtigsten Punkte:
Standardgrößen, die fast immer funktionieren
Publisher und Netzwerke akzeptieren bestimmte Formate besonders häufig. Zu den gängigen gehören:
- 300×250 (Medium Rectangle)
- 728×90 (Leaderboard)
- 160×600 (Wide Skyscraper)
- 300×600 (Half Page)
- 320×100 oder 320×50 (Mobile)
Wenn du Banner in mehreren Größen brauchst, lohnt sich ein Template-basiertes Setup oder ein Tool mit Auto-Resize.
Dateigewicht und Ladezeit optimieren
Viele Netzwerke begrenzen HTML5-Banner auf max. 150 KB, manche erlauben bis 200–300 KB. Unabhängig vom Limit gilt: Je leichter der Banner, desto schneller der First Impression.
Tipps:
- Grafiken als SVG oder optimiertes PNG/JPG/WebP exportieren
- Animationen sparsam einsetzen
- Assets bündeln und komprimieren
- Nicht benötigten Code entfernen
Ein performant geladenes Banner reduziert Absprünge und verbessert die Klickrate.
ClickTag richtig setzen
Damit Netzwerke wie Google Ads oder DV360 den Banner tracken können, muss der ClickTag korrekt eingebunden sein. Viele Templates liefern ihn mit – prüfe trotzdem:
- Die Schreibweise clickTag bzw. clickTAG
- Ein sauberer Link-Parameter ohne Inline-JavaScript
- Kein hart codierter Ziel-URL im HTML
Wenn das ClickTag fehlt oder falsch ist, wird der Banner oft abgelehnt.
Animation: Länge und Loops
Zu lange Animationen nerven Nutzer und werden von Netzwerken teilweise begrenzt.
Best Practices:
- Gesamtdauer: max. 15 Sekunden
- 1–3 Loops, danach statisch
- Klare Dramaturgie: Einstieg → Produkt → CTA
Das sorgt dafür, dass auch der dritte Sichtkontakt noch sauber wirkt.
Mobile-Tauglichkeit prüfen
HTML5-Banner laufen zwar device-übergreifend, doch nicht jede Animation ist mobil performant.
Darauf achten:
- Text nicht zu klein setzen
- CTA-Buttons groß genug gestalten
- Touch-Ziel überall erreichbar
- Fonts lokal einbetten oder als Systemschrift verwenden
Kompatibilität vorab testen
Bevor du live gehst, prüfe deinen Banner in:
- Chrome, Firefox, Safari, Edge
- Mobile Ansicht
- Dem jeweiligen Adserver-Validator (z. B. Google Ads HTML5 Validator)
So erkennst du fehlerhafte Pfade, kaputte Animationen oder fehlende Ressourcen, bevor sie Kampagnen bremsen.
HTML5-Banner erstellen: Diese Möglichkeiten hast du
1. Bannererstellung mit dem Google Web Designer
Eine kostenlose Möglichkeit zur Erstellung visuell ansprechender HTML5-Banner bietet dir der Google Web Designer als klassische Desktopanwendung. Mit ihr lassen sich auch ohne HTML-Kenntnisse professionelle, animierte Banner erstellen.

Aufgrund des großen Funktionsumfangs ist die Benutzeroberfläche etwas komplex und unübersichtlich. Auch wurde das Tool schon seit einigen Jahren nicht weiterentwickelt.
Dennoch: Wer sich ausgiebig mit dem Google Web Designer beschäftigt, kann in null Komma nichts ansehnliche HTML-Banner erstellen – vor allem in den diversen Standardgrößen für Google Ads kreieren. Ein weiterer Nachteil: Eine Datenbank mit Grafiken, CTA´s etc. steht Usern nicht zur Verfügung.
Bonus-Tipp
Um dir die Arbeit mit dem Google Web Designer zu erleichtern, empfehlen wir dir, ein passendes Template zu kaufen. Anschließend ist die Bearbeitung relativ simpel gemacht.
Hier kannst du den Google Web Designer herunterladen.
2. Bannererstellung mit cloudbasierten Tools
Für die Erstellung von statischen Grafiken oder animierten HTML-Bannern eignen sich hervorragend cloudbasierte Tools wie z. B. creatopy oder Bannerboo. Beide wurden zuletzt um interessante Features ergänzt (Auto-Resize, Brand Kits, Video-Export).
Insbesondere durch die Kompatibilität mit Google Ads und Facebook Ads wird die Bannererstellung mit derartigen Lösungen enorm erleichtert.

Diese Tools sind einfach zu bedienen und ermöglichen schnelle Ergebnisse. Zu Beginn wähle eine entsprechende Bannergröße sowie ein geeignetes Template aus. Alternativ kannst du Banner auch ohne Template erstellen.
Du suchst eine noch professionellere Lösung? Mit CHILI publish oder Adobe Animate kannst du HTML5-Banner erstellen, die keine Wünsche übrig lassen. In diesem Video wird Schritt für Schritt erläutert, wie sich ein klickbarer Banner für Display & Video 360 (ehemals Google DoubleClick) erstellen lässt.

Beliebte Content Creation Tools wie das populäre Canva eignen sich übrigens ebenfalls zur Erstellung animierter Banner. Wobei hier der HTML-Export nur mittels Plugins und Workarounds möglich ist.
3. HTML5 Ad Template kaufen und Microjobs vergeben
Plattformen wie z. B. envato market bieten Marketern eine umfassende Auswahl an HTML5-Ad-Templates zum Kauf an. Hier versammelt sich eine Community aus Webdesignern, welche weltweit an universell einsetzbaren Templates arbeitet. Bei denen findest auch du ein passendes Ad Template für wenig Geld.

Von Haus aus sind die meisten Templates kompatibel zum Google Web Designer, so dass sie sich leicht customizen lassen. Größter Vorteil: Viele Templates sind speziell auf Google Ads ausgerichtet. Somit verfügen sie bereits über alle wichtigen Eigenschaften.
Bonus-Tipp
Über den Online-Marktplatz Fiverr lassen sich die Templates an Freelancer als Mikrojob übermitteln, die dir im Handumdrehen professionelle HTML-Banner erstellen. Diese sogenannten internetbasierten Dienstleistungen sind relativ kostengünstig und liefern hervorragende Ergebnisse.
4. Erstellung von HTML5-Banner durch eine Agentur
Die wohl teuerste Variante ist die Beauftragung einer professionellen Agentur. Durch Spezialisierung auf Online-Werbung bzw. Bannererstellung ist ein schnelles Ergebnis auf hohem Niveau garantiert. Da Agenturen oftmals „Fullservice“ anbieten, musst du dich als Kunde um nahezu nichts kümmern. Neben der Konzeption und Gestaltung übernehmen die sogar die Auslieferung. Mehr Komfort geht nicht.
Fazit
Animierte Banner sind aus der Displaywerbung nicht mehr wegzudenken. Aber wie lässt sich ein HTML5-Banner erstellen? Das hängt maßgeblich von deinen Ansprüchen, Skills und natürlich deinem Budget ab. Für den kleinen Geldbeutel eignet sich der Google Web Designer ganz gut, wenn man eine gewisse Einarbeitungszeit in Kauf nimmt. Sofern du das Thema professioneller angehen willst, werfe mal den Blick auf SaaS-Lösungen wie Bannerboo, creatopy, Adobe Animate oder den Ad Builder.
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Moin aus Hamburg!
Mein Name ist Frank und ich bin bereits seit Mitte der 1990er in der Digitalbranche unterwegs. Meine Schwerpunkte sind Content-Marketing, E-Mail-Marketing und Workflow Automation mit make.com.