Beispiele für virales Marketing

Für viele Marketer gilt virales Marketing als Königsdisziplin. Es verspricht Mega-Reichweite und Giga-Engagement zum kleinen Preis. Doch scheint die Rezeptur für den Erfolg viraler Kampagnen ähnlich geheimnisvoll wie die Suche nach dem Heiligen Gral… Oder ist die Umsetzung einfacher als gedacht?

Tatsächlich wissen auch wir nicht genau, wo sich der Heiligen Gral befindet. Doch möchten wir Dir mit diesem Beitrag einen Wegweiser geben: Welche Faktoren sind für die Viralität Deiner Kampagnen besonders erfolgversprechend?

Begriffserklärung

Der Begriff „viral“ kommt ursprünglich aus der Medizin. Er steht in Assoziation mit dem Begriff des Virus. Im Bezug auf Marketing sollen sich positive Informationen über Produkte oder Dienstleistungen “Seuchenartig” – wie bei einer viralen Infektion in der Medizin – automatisch von Person zu Person weiter vermehren und somit die Bekanntheit erhöhen. Egal ob der Empfänger die Werbebotschaft erkennt oder nicht, es wird ein hohes Interesse ausgelöst.

Eine virale Marketingkampagne sollte in der Lage sein, die Emotionen der Betrachter zu nutzen, insbesondere positive wie Freude. Das mit Abstand erfolgreichste Format für virales Marketing ist das Video.

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Virales Marketing: Vorteile

  • Verhältnismäßig geringer Kostenaufwand
  • Hohe Geschwindigkeit der Verbreitung dank Multiplikation
  • Wachsende Bekanntheit der Marke unter Influencern

Virales Marketing: Nachteile

  • Ungewisser Erfolg bei ggf. hohen Produktionskosten
  • Ab einem gewissen Punkt kaum noch kontrollierbar
  • Schwierige Erfolgsmessung

Erfolgsfaktoren für virales Marketing

1. Erkenne Deine Zielkunden!

Die Grundlage jeglicher Werbemaßnahmen sind fundierte Kenntnisse über Deine Zielkunden. Wen möchtest Du erreichen? Es ist enorm wichtig, dass die Inhalte sehr genau auf die Zielkunden abgestimmt sind. Der Empfänger muss auf Anhieb das Gefühl bekommen, die Inhalte seien nicht nur für ihn passend, sondern könnten auch sein Netzwerk interessieren. Sein Mitteilungsbedürfnis muss geweckt werden. Immerhin leiht er Deiner Botschaft seine Stimme und steht somit auch mit seinem Namen für Dich ein.

2. Biete Exklusivität!

Schweige, wenn Du nichts zu sagen hast. Wer lediglich alte Kamellen zu erzählen hat, dem hört keiner zu. Wer exklusive Neuigkeiten verbreitet, gilt in seinem Netzwerk als gute Informationsquelle. Wer erzählt nicht gerne brandaktuelle Neuigkeiten? Versorge Deine User mit exklusiven Botschaften, die diese dann in ihre Netzwerke weiterreichen können.

3. Bleibe immer aktuell

Ähnlich wie bei der Exklusivität der Inhalte gilt auch hier: Keiner hört gerne alte Kamellen. Zeige Deinen Empfängern, dass Euer Unternehmen Neues zu bieten hat und am Puls der Zeit lebt! Topaktuelle Informationen verbreiten sich wesentlich besser und schneller in den sozialen Netzwerken. Auch hier gilt, dass die Follower durch das virale Verbreiten von heißen Neuigkeiten ihre eigene Reputation stärken können bzw. möchten.

4. Trau Dich!

Kreative Kampagnen prägen sich ein. Und sie verbreiten sich auch wesentlich besser, da sie für den Empfänger einen Mehrwert in puncto Unterhaltung mitbringen. So konnte Canal+ kürzlich einen viralen Hit mit einem Werbeclip landen, welche das Brainstorming der Redakteure mit bombastischen Bildern aufladen:

5. Sorge für emotionale Aufladung!

Content mit hoher positiver oder negativer Stimmung, also emotional aufgeladene Inhalte, generieren Aufmerksamkeit und lösen beim Leser schneller Reaktionen aus. Eine emotionale Achterbahnfahrt bleibt länger in Erinnerung und wird daher gerne weiterempfohlen.

Eines der bekanntesten Beispiele viralen Marketings ist die Weihnachtskampagne von Edeka 2015. Unter dem Hashtag #heimkommen weckt Edeka allerlei Emotionen und eine traurig-fröhlich-schöne Weihnachtsstimmung. Allein auf YouTube erzielte der Clip über 60 Millionen Aufrufe.

6. Keep it simple!

Achte darauf, dass die Werbebotschaft auch ohne langes Nachdenken zu verstehen ist. Das heißt: Beim ersten Lesen bzw. Betrachten. Wichtig ist deshalb eine klare und fokussierte Aussage.

7. Sei multimedial!

Visueller Content bietet eine Reihe an Vorteilen. Das menschliche Gehirn verarbeitet optische Reize deutlich schneller als alle anderen Impulse. Zudem ist es möglich, komplexe Sachverhalte übersichtlich und leicht konsumierbar darzustellen. In Social Media werden Image Posts ca. doppelt so häufig kommentiert und geteilt als medienfreie Inhalte.

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Beispiel für virales Marketing

Ein virales Beispiel ist das Oscar Selfie von Ellen DeGeneres mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence und weiteren Hollywood Größen. Es wurde mit über 3 Millionen Retweets zum damals erfolgreichsten Tweet. Das besondere an dem Oscar Selfie ist jedoch, dass es mit einem Samsung Galaxy Note aufgenommen wurde, dessen Hersteller Oscar-Sponsor war. Aufgrund dieser Aufmerksamkeit stellte Samsung Ellen DeGeneres 3 Millionen US-Dollar für Spenden an wohltätige Einrichtungen zur Verfügung.

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Fazit

Eine universelle Erfolgsformel für virales Marketing gibt es nicht. Fest steht aber: Deine Chancen für einen viralen Hit stehen gut, wenn Du Usern das Gefühl gibst, wertvoll zu sein. Zum kommerziellen Erfolg gehört, Deine Marke im richtigen Glanz erscheinen zu lassen.

Über die Autorin

Über die Autorin

Carolin Weber ist begeisterte Social Media Managerin sowie Influencerin – und verkörpert bei uns die Generation Y. Seit ihrem Bachelor of Arts im Mode- und Designmanagement unterstützt sie Unternehmen im Content-Marketing.

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