Was ist eigentlich Ephemeral Content?

Nur für kurze Zeit verfügbar – jetzt zugreifen! Wenn ein Angebot beschränkt ist, steigen die Begehrlichkeiten. Kaum etwas regt Kunden so stark an wie die künstliche Verknappung. Warum also diese Technik der Marketing-Psychologie nicht auch in Deinem Content-Marketing einsetzen?

Wir alle sind von Ängsten getrieben. Auch beim Konsum. Dabei sind die Folgen ein Angebot zu verpassen ohne ernsthafte Konsequenzen. Daher können wir uns ruhigen Gewissens den “Fomo-Effekt” (=Fear Of Missing Out) zunutze machen.

Was genau ist Ephemeral Content?

Mache Dich rar, heißt es! Eine begrenzte Verfügbarkeit bewegt Kunden dazu, nicht erst lange nachzudenken, sondern lieber gleich zuzugreifen.

Während Inhalte auf Webseiten, in Foren oder öffentlichen Facebook-Seiten dauerhaft verfügbar und damit zu jedem beliebigen Zeitpunkt „konsumierbar“ sind, handelt es sich beim Ephemeral Content grundsätzlich um temporäre Inhalte; z. B. in Form von Fotos oder Videos.

Im Schnitt sind sie diese nicht länger als 24 Stunden verfügbar und werden von Social Media-Nutzern unter anderem über Instagram, Snapchat oder Facebook konsumiert.

Durch die künstliche Verknappung erzeugen wir bei Followern und Kunden die Angst, etwas für sie Relevantes zu verpassen. Limitierte Inhalte wirken besonders exklusiv und regen dazu an, den Inhalt gegenüber anderen vorzuziehen und sofort zu konsumieren.

Wo finden sich Beispiele?

Das Konzept von kurzlebigen Inhalten wurde erstmals von Snapchat 2011 vorgestellt. Die App ermöglicht den Versand von „Schnappschüssen“, welche für den Empfänger nur wenige Sekunden sichtbar sind.

Mit dem rasanten Erfolg von Snapchat folgte schnell die Adaption des Features in anderen Social Media Plattformen wie Facebook und Instagram.

Was macht Ephemaral Content so erfolgreich?

Täglich nutzen 500 Mio. User Instagram Stories, 300 Mio. Facebook Stories und 186 Mio. Snapchat.

ephemeral-content

FOMO: Fear of missing out

Eine Studie aus dem Jahr 2013 definiert FOMO als „eine allgegenwärtige Angst, dass andere Menschen Erfahrungen machen könnten, bei denen man selbst abwesend ist“. Das FOMO-Marketing bezieht sich auf diesen einfachen und primitiven Wunsch, an der Aktion teilzunehmen.

Ephemeral Content verschwindet nach einer gewissen Zeit und ist dann nicht mehr zugänglich. Daher neigen Menschen dazu, dein Profil oder deinen Blog öfter zu überprüfen, um auch ja nichts zu verpassen.

Handhabung der Plattformen

Plattformen, die Ephemeral Content unterstützen, ermutigen dazu, Content selbst zu erstellen, einer Community beizutreten oder anderen Benutzern und dem Netzwerk einen Mehrwert zu bieten. Die Kamerafunktion ist in allen Apps absichtlich leicht zugänglich.

Besonders radikal umgesetzt wurde das Prinzipt von Snapchat: Wenn Du als User die App startest, öffnet sich direkt die Kamera – und nicht etwa der News Feed.

Authentizität

Wir werden mit Inhalten bombardiert, die speziell dafür gemacht wurden, uns vom Kauf von Produkten oder Dienstleistungen zu überzeugen.

Mit Ephemeral Content kannst Du Deiner Marke Authentizität verleihen. Vor allem „lebensnahe“ Bilder und Videos helfen dabei, aber auch Spontanität macht Dich authentischer.

Verkörperst Du eine ehrliche Marke, kannst Du das Vertrauen der Interessenten gewinnen, was letztendlich zu mehr Loyalität und Engagement führen wird.

Engagement Rate

Ephemeral Content macht nicht nur Spaß, es ist auch einfach zu teilen. Das wiederum führt zu mehr Engagement und einer hohen Reichweite.

Du hast zudem die Möglichkeit, Dein Publikum an Deiner Kampagne aktiv partizipieren zu lassen. Über Hashtags oder Geotagging bekommst Du immer wieder neue Inhalte von Kunden zugespielt.

Mobile Nutzung

Mache es Deinen Nutzern einfach, Deine Marke zu konsumieren. Das Handy liegt meist nicht weit entfernt. Ephemeral Inhalte werden meist auf Smartphones erstellt, geguckt und weitergegeben.

Bonus Tipp

Nur mit Spaß und Leidenschaft kannst Du echten Ephemeral Content erstellen. Denn Emotionen und Authentizität entscheiden über den Erfolg Deiner Kampagne.

Über den Autor

Über den Autor

Carolin Weber ist begeisterte Social Media Managerin sowie Influencerin – und verkörpert bei uns die Generation Y. Seit ihrem Bachelor of Arts im Mode- und Designmanagement unterstützt sie Unternehmen im Content-Marketing.

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