Heatmaps richtig interpretieren und Conversions steigern.

Heatmaps richtig interpretieren und Conversions steigern.

Google Analytics, Piwik Pro und vergleichbare Tools zeigen Dir, wie sich User zwischen den einzelnen Seiten bewegen. Was im Dunkeln bleibt, sind die Interaktionen auf den Seiten. Diese Lücke lässt sich mit Heatmaps schließen.

Im Digitalmarketing wird schon seit vielen Jahren mit Heatmaps gearbeitet. In Fachartikeln sorgen die bunten Screens regelmäßig für viel Aufmerksamkeit. Was genau Heatmaps leisten können und was nicht, wissen jedoch die Wenigsten. Deshalb ist es höchste Zeit, sich diesem interessanten Werkzeug intensiv zu widmen.

Was ist eine Heatmap?

Heatmaps dienen zur Visualisierung von Daten. Zum Einsatz kommen meistens warme und kalte Farbtöne, um unterschiedliche Werte zu kontrastieren.

Im Online-Marketing visualisieren Heatmaps hervorzuhebende Bereiche auf Webseiten. Zum Beispiel jene, welche im besonderen Fokus von Usern stehen. Sie werden vor allem dazu eingesetzt, User Experience und die Conversion Rate zu verbessern.

Arten von Heatmaps

Abhängig vom eingesetzten Tool stehen meistens gleich mehrere Arten von Heatmaps zur Auswahl. Die Wichtigsten möchten wir hier vorstellen. 

Scrollmap

Eine Scrollmap zeigt auf, wie weit User eine Seiten nach unten scrollen. Oft gibt es eine bestimmte Position, an der sie aufhören zu scrollen, weil ihr Interesse nachlässt. Eine solche Heatmap kann dabei helfen, diese Position zu ermitteln.

Mouse Movement Map

Diese Heatmap zeigt an, über welche Bereiche einer Seite User die Maus bewegen. Folglich werden allein Desktop User berücksichtigt. Sie kann dabei helfen, Inhalte intelligenter zu arrangieren.

Clickmap

Diese Heatmap wird auch Klickkarte genannt und zeigt an, an welchen Stellen die linke Maustaste geklickt wird. Folglich werden allein Desktop User berücksichtigt. Sie kann dabei helfen, Inhalte intelligenter zu arrangieren oder Elemente zu verlinken.

Heatmap Beispiel
Quelle: Mouseflow

Overlay Map

Die Overlay Map visualisiert die Anzahl der Klicks auf die unterschiedlichen Hyperlinks auf einer Seite. Sie kann dabei helfen, Hyperlinks intelligenter zu gestalten und anzuordnen.

Confetti Map

Diese Heatmap ist eine Erweiterung der Clickmap. Sie visualisiert, an welchen Stellen die linke Maustaste geklickt wird. Ergänzend werden Informationen zu unterschiedlichen Segmenten bereitgestellt. Eine Confetti Map kann dabei helfen, Inhalte intelligenter zu arrangieren.

Attention Map

Die Attention Map ist am ehesten mit der Scrollmap vergleichbar. Sie zeigt jene Bereiche, die am längsten im Blickfeld des Users befinden und folglich mehr Aufmerksamkeit erhalten. Diese Heatmap kann dabei helfen, Inhalte intelligenter zu arrangieren.

Gaze Plot

Gaze Plots visualisieren den Blickverlauf des Users und lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres erstellen. Sie sind normalerweise das Ergebnis aufwändiger Eye-Tracking-Studien. Diese Heatmap kann dabei helfen, Inhalte intelligenter zu arrangieren.

Wie lassen sich mit Heatmaps die Conversions steigern?

Conversion-Optimierung lässt sich grob in drei Arbeitsschritte aufteilen:

  1. Identifikation möglicher Schwachstellen.
  2. Ausarbeitung einer möglichen Lösung und Aufstellung einer entsprechenden Hypothese.
  3. Überprüfung der These mit Hilfe eines Experiments.
Conversion Optimierung Prozess

Heatmaps helfen insbesondere bei der Identifikation möglicher Schwachstellen:

  • Elemente, welche den User irritieren.
  • Elemente, welche den User eher langweilen.
  • Elemente, welche den User zu Abbruch des Besuchs bewegen.

Heatmaps können jedoch auch dabei helfen, potenzielle Lösungen auszuarbeiten:

  • An bestimmter Positionen eine Infografik platzieren
  • Text einfügen oder verändern
  • Elemente optisch stärker hervorheben
  • Elemente entfernen

Heatmaps deuten immer nur etwas an. Wenn sich zum Beispiel User lange an einem Text-Absatz aufhalten, kann das viele Ursachen haben. Es bedarf einer gewissen Erfahrung mit CRO (Conversion-Optimierung) und UX-Design, um derartige Sachverhalte korrekt interpretieren zu können. Fehlt diese, kommt es schnell zu falschen Schlussfolgerungen.

Achtung

Heatmaps zeigen Dir, was der User wahrnimmt. Umgekehrt kannst Du daraus ableiten, was außerhalb seines Blickfeldes liegt. Für die Conversion-Optimierung ist beides extrem wichtig.

Heatmap Tools im Vergleich

Prinzipiell lassen sich Heatmap Tools in zwei kategorien einteilen: Heatmap Software auf Basis von Trackingdaten und Heatmap Software auf Basis von Algorithmen.

Heatmap Software auf Basis von Trackingdaten nehmen das Verhalten von echten Website-Besuchern unter die Lupe. Verbreitete Tools sind Mouseflow, Crazy Egg und ClickTale.

Vorteile

  • Berichte sind sehr detailliert
  • Akkurate Datenqualität


Nachteile

  • Konflikte mit Datenschutzbestimmungen sind möglich.
  • Websitegeschwindigkeit wird ausgebremst.

Heatmap Software auf Basis von Algorithmen simulieren das Verhalten von echten Website-Besuchern. Verbreitete Tools sind eyequant und Feng-GUI.

Vorteile

  • Schnelle Ergebnisse
  • Keine Konflikte mit Datenschutzbestimmungen 

 

Nachteile

  • Weniger aussagekräftige Ergebnisse
  • Relativ hohe Kosten

Fazit

Heatmaps sind praktisch und können bei der Conversion-Optimierung einen großen Dienst leisten. Sie bilden jedoch nur ein kleines Puzzleteil ab. Deshalb verleiten sie schnell zu falschen Schlussfolgerungen. Zum Einsatz kommen sollten Heatmap Tools deshalb nur im Rahmen eines strukturierten CRO-Prozesses.

Über den Autor
Über den Autor

Moin aus Hamburg! Mein Name ist Frank Rix und ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Content-Marketing und Conversion-Optimierung. Mein erstes Content-Projekt war 1997 ein Infotainment Special für otto.de.

Deine Kunden wollen partout nicht anbeißen? Klicke hier, wenn ich Dir helfen soll!

Artikel teilen

Share on linkedin
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on email