Tipps für die Auswahl von Stockfotos.

Tipps für die Auswahl von Stockfotos.

Wer nutzt Sie nicht: Stockfotos sind ein Klassiker zum Aufhübschen von Webinhalten und Prospekten. Sie sind kostengünstig und schneller verfügbar als eigene Schnappschüsse. Hier ein paar Tipps für die Auswahl. 

Das gigantische Angebot der üblichen Bilddatenbanken ist nicht unbedingt ein Segen. Nach welchen Kriterien wählt man ein Motiv aus? Um kein Risiko einzugehen, greifen wir nach Bewährtem. Nach Motiven, die wir aus dem Alltag kennen. Und genau das ist das Problem…

Vier Fehler bei der Auswahl von Stockfotos.

1. Langeweile

Im Laufe der letzten 100 Jahre haben sich in den Medien zu bestimmten Themen stereotypische Motive durchgesetzt. Denken wir an ein bestimmtes Thema, haben wir ein konkretes Bild vor Augen. Die Konsequenz: Der Content wirkt auf dem ersten Blick immer öfter austauschbar.

Lösung: Besser ist manchmal der Zugriff auf Stories, Metaphern oder Szenen aus dem eigenen Alltag. Bleibe bei den Visuals jedoch möglichst immer in derselben Perspektive, z. B. der eigenen oder der des Kunden.

Stockfoto Beispiel 1

Beliebt, wenn es um das Thema Datenschutz und Security geht: Der gesichtslose Kapuzenträger am Computer.

2. Fehlende Authentizität

Der massive Einsatz von Stockfotos suggeriert dem Kunden, man würde sich hinter einer künstlichen Fassade verstecken wollen.

Lösung: Wer authentisch rüberkommen möchte, sollte wenigstens ein paar Team-Portraits und Behind-the-Scene-Fotos präsentieren.

Stockfoto Beispiel 2

Der Klassiker schlechthin: Der weibliche Call Center Agent mit schneeweißen Zähnen und direktem Blick.

3. Inkonsistente Bildsprache

Der Zugriff auf Stockfotos birgt die Gefahr, die Bildsprache außer acht zu lassen. Zu einer professionellen Kommunikation gehört, das insbesondere die Tonalität, Helligkeit, Kontrast, Farben, Farbtemperatur, Abstraktionsgrad und der Bildstil möglichst einheitlich sein sollten. Im Zweifel zieht man deshalb professionelle Bildredakteure heran, die dafür ein Auge haben.

Stockfoto Beispiel 3

Ein jeder kennt sie: Die fürsorglichen Hände mit einem Pflanzentrieb. Symbolisiert Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Das Motiv wirkt jedoch ziemlich abgedroschen. 

4. Unklare Urheberrechte

Vor allem auf Gratis-Bilddatenbanken ist die Herkunft von Bildern nicht immer nachvollziehbar und wasserdicht abzuklären. Es bleibt das Risiko teurer Abmahnungen, wenn eines Tages der Urheber seine Rechte geltend machen möchte. Im Zweifel also lieber Stockfotos von einem namhaften Anbieter beziehen und dafür ein paar Euro investieren.

Stockfoto Beispiel 4

Dieses universelle Motiv aus der Vor-Covid-Ära soll dabei helfen, Vertrauen zu entwickeln. Doch klappt das?

Emotionen gezielt ausdrücken

Stockfotos werden gern eingesetzt, um ganz bestimmte Emotionen zu transportieren. Meistens Freude, Gelassenheit, Überraschung – manchmal auch Angst, Trauer oder Ekel. Es passiert sehr schnell, mit Fotos über das Ziel hinauszuschießen. Das muss aber nicht so sein.

Das Beispiel von o2 transportiert eine Alltagsszene, welche das Leben der Zielkunden beschreibt. Die Emotionen (Freude, Gelassenheit, Spontaninät) wirken nicht übertrieben. Gleichzeitig erzeugen die Visuals Aufmerksamkeit, was im Rahmen der AIDA-Formel empfohlen wird. 

o2 Beispiel Stockfotos

Eine echt harte Nuss ist das Thema Cyber Security, weil das Produkt nicht bloß intangibel, sondern auch ziemlich abstrakt ist. Außerdem möchte niemand gern seine Zielkunden verängstigen. Hier die richtige Balance zu finden, ist ungemein schwierig.

Eine gelungene Bildsauswahl zeigt verizon. Das Visual sorgt in jedem Fall für Aufmerksamkeit, ohne ins klischeehafte abzudriften. 

Verizon Beispiel Stockfoto

Fazit

Sei nicht vorschnell bei der Auswahl von Stockfotos. Zu plumpe Kommunikation wirkt unprofessionell. Besser ist es, jedes Foto einen Teil einer großen Geschichten erzählen zu lassen. Und noch besser ist es, echtre Kunden zu zeigen, die mit Deinem Produkt interagieren.

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Über den Autor
Über den Autor

Moin aus Hamburg! Mein Name ist Frank Rix und ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Content-Marketing und Conversion-Optimierung. Mein erstes Content-Projekt war 1997 ein Infotainment Special für otto.de.

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