Redaktionsplan erstellen: Was gilt es zu beachten?

Redaktionsplan erstellen: Was gilt es zu beachten?

Was veröffentlichen wir heute bloß?” Gewiss kennst Du diese Frage! Jene, die es satt sind und sich nach einer besseren Organisation sehnen, arbeiten längst mit einem Redaktionsplan. Aber wie lässt sich ein geeigneter Redaktionsplan erstellen?

Inhaltsangabe

Der ROI im Content-Marketing steht und fällt mit der Organisation. Sind die Abläufe schlecht strukturiert, arbeiten Redakteure und Creator allzu oft an unwichtigen Dingen. Früher oder später benötigen Content-Teams deshalb einen Redaktionsplan. Also einem Plan, der sicherstellt, dass alle an einem Strang ziehen.

Was ist ein Redaktionsplan?

Ein einfach gestrickter Redaktionsplan gibt vor, welcher Content zu welchem Zeitpunkt veröffentlicht werden soll. Content Creator, SEO Copywriter und Manager sind so immer im Bilde und wissen, woran sie aktuell arbeiten müssen.

Für größere Teams kann der Redaktionsplan aufgebohrt werden. So ein Plan kann dann auch die einzelnen Arbeitsschritte zur Produktion eines Content Assets beschreiben. Beteiligte Content Creator wissen dann stets, wann sie was zu liefern haben.

Was gehört in einen Redaktionsplan?

Abhängig von den individuellen Anforderungen umfasst ein Redaktionsplan weitere Informationen, wie

  1. den Titel des Inhalts,
  2. relevante Deadlines,
  3. die verantwortlichen Team-Mitglieder,
  4. den zu berücksichtigender Kanal,
  5. das Content-Format sowie
  6. den aktuellen Status.

Tools für die Redaktionsplanung

Prinzipiell lassen sich drei verschiedene Arten von zur Planungstools unterscheiden:

  • Tabellen (z. B. Excel)
  • Kalender (z. B. Google Kalender)
  • Kanban-Tools (z. B. Trello)
  • Spezielle Redaktionstools (z. B. Divvy HQ noder Desk-Net)

Allgemein lässt sich sagen, dass Tabellen und Kalender nur eingeschränkte Flexibilität bieten. Dein Content Team besteht aus mehr als nur einer oder zwei Personen? Du verbreitest Inhalt über mehrere Kanäle? Du willst Aufgaben priorisieren? Dann lohnt sich der Einsatz professioneller Redaktionstools oder wenigstens eines Kanban Boards.

Trello für die Redaktionsplanung

Wir selbst nutzen für unsere Content-Planung seit jeher Trello. Die Vorteile für den Einsatz als Redaktionstool liegen auf der Hand:

  • Simpler Aufbau eines Kanban Boards
  • Mehrbenutzerfähig
  • Native Apps für diverse Endgeräte verfügbar
  • Freemium-Lizenzmodell
  • Kalender-Ansicht (Premium-Lizenz)

Aufbau eines Redaktionsplans in Trello

Anders als in Tabellen und Kalendern bist Du beim Einrichten des Plans in Trello ziemlich flexibel. Das liegt daran, dass sich durch die Kanban-Struktur und den Einsatz von Karten mehr als zwei Dimensionen (Zeit, Content) darstellen lassen.

Redaktionsplan Trello

Karten

Eine Karte repräsentiert normalerweise ein Content Assets oder ein Posting. Sie lässt sich mit einem Zeitpunkt versehen, so dass sie im verknüpften Kalender angezeigt wird. Eine Karte kann Mitgliedern zugeordnet werden. Auch lässt sie sich beliebig mit Labeln, Checklisten und Kommentaren versehen.

Listen

Hier erfolgt die Einteilung entweder nach Arbeitsschritten (z. B. Lektorat) oder Kanal. Entscheidend ist Dein Szenario.

  • Anzahl: Weniger als drei und mehr als acht Listen sind nicht zweckmäßig.
  • Dynamik: Zu häufige Änderungen an den Listen sollten vermieden werden.
  • Sequenz: Listen eignen sich gut, um eine Reihenfolge (Sequenz) abzubilden.

Achtung: Eine Karte ist stets genau einer Liste zugeordnet. Eine Einteilung nach Kanal ist unzweckmäßig, wenn ein Posting parallel verschiedenen Kanälen zugeordnet sein soll.

Mitglieder können eine Liste “beobachten”. Dann sind sie stets über für sie relevante Updates im Bilde.

Tipp: Richte eine Liste ein, in der alle sich allgemeine Informationen und Ressourcen befinden. Zum Beispiel der Style Guide.

Label

Label lassen sich extrem flexibel einsetzen. Sie eignen sich zur Zuordnung eines Assets bzw. Postings mit einer Themenkategorie, einem Content-Format oder einem Kanal. Gern eingesetzt werden Label für spezielle Markierungen wie “Wichtig!” oder “SEO notwendig”.

Wie lässt sich der Redaktionsplan inhaltlich erstellen?

Das Tool für Deine Redaktionsplanung steht? Du möchtest Deinen Plan mit Aufgaben füllen? Hier ein paar grundlegende Tipps:

  • Sammle Artikelideen in einem separaten Bereich!
  • Priorisiere Aufgaben permanent!
  • Ordne Aufgaben stets einem Verantwortlichen zu!
  • Bestimme eine feste Deadline für jede Aufgabe!
  • Bespreche die Planung im täglichen oder wöchentlichen Jour Fixe!
  • Nutze den Plan, um Ideen für Content-Recycling zu identifizieren!

Inhaltlich basiert ein Redaktionsplan immer am Content-Konzept bzw. an der Content-Strategie. Wichtig ist, dass Inhalte auf Basis einer Priorisierung in die Produktion gegeben werden. Entscheidend sind dabei vor allem Aufwand und vermuteter Nutzen. Dafür geeignet ist zum Beispiel das RICE Scoring Model.

Was muss bei der Planung noch beachtet werden?

Zu einem guten Plan gehört auch ein Plan B. Oder anders ausgedrückt: Zu strikte Planung führt ins Chaos. Zur Corona-Zeit haben das viele bemerkt. Plötzlich waren für viele Menschen andere Themen wichtig. Planung muss also immer ein Stück weit flexibel bleiben. Deshalb sollten auch nie zu viele Inhalte im Voraus produziert werden.

Fazit

Entwickle Deinen Redaktionsplan nicht überstürzt. Dieser muss nicht nur die internen Strukturen abbilden, sondern auch die eingesetzten Content-Formate und Kanäle. Gut ist ein Redaktionsplan, der sich steigenden Anforderungen ohne großen Aufwand anpasst.

Über den Autor
Über den Autor

Moin aus Hamburg! Mein Name ist Frank und ich habe einst Wirtschaftsinformatik studiert. Seit rund 20 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Inbound-Marketing. Vor allem liebe ich es, hilfreichen Content zu publizieren.

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