Visual Content: Im Auge des Betrachters

Visual Content: Im Auge des Betrachters

36 Milliarden Informationen: soviel erfasst das menschliche Auge innerhalb einer Stunde. Kein Wunder, dass wir vieles nur flüchtig wahrnehmen. Besonders schwer haben es Textwüsten. Was hingegen förmlich ins Auge springt, ist Visual Content.

Bevor ein Artikel oder Video betrachtet wird, muss dieser zunächst Aufmerksamkeit und Neugierde erzeugen. Erst dann wird unsere Konzentration darauf gelenkt. Deine Aufgabe ist es also, Inhalte optisch und inhaltlich aufzuwerten. 

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Was ist Visual Content?

Das einst sehr textlastige World Wide Web ist mit den fortschreitend technischen Möglichkeiten zu einem bunten Bilderbuch geworden.
Das bedeutet nicht, dass Texte ab sofort durch Bilder ausgetauscht werden. Ziel ist es vielmehr, Deine Botschaft optisch reizvoll zu präsentieren.

Bei Visual Content handelt es sich also um bildlich dargestellte Inhalte, die dazu dienen, Informationen zu vermitteln. Dabei können die Abbildungen für sich stehen oder als Bild-Text-Kombination eng verzahnt sein. Achtung, visueller Content sollte stets selbsterklärend sein. Also auch losgelöst vom Text oder anderen Bildern funktionieren.

Was macht Visual Content so erfolgreich?

Textinhalte sind durch nichts zu ersetzen. Viele User bevorzugen sie gegenüber Audio- und Videoinhalten. Text zu konsumieren ist jedoch relativ anstrengend. Tatsächlich ist das menschliche Gehirn viel besser darin, visuelle Informationen zu verarbeiten. Es verarbeitet Bilder 60.000 Mal schneller als Textinhalte.

Na klar kann Text derart fesseln, dass die Aufmerksamkeit stets auf einem hohen Niveau bleibt. Online-Medien wird jedoch anders konsumiert als ein Buch. Der User ist viel mehr Reizen ausgesetzt. Seien es andere Browser Tabs oder Push-Nachrichten auf seinem Smartphone. Seine Aufmerksamkeitsspanne beträgt nur wenige Sekunden.

Um immer wieder um Aufmerksamkeit zu buhlen, ist Visual Content bestens geeignet. Das beweist der Erfolg von sozialen Netzwerken wie Instagram und Snapchat. Rein textbasierte Posts funktionieren selbst bei Twitter meistens schlechter. Visuelle Darstellungen unterbrechen triste Textwüsten und holen die Aufmerksamkeit des Lesers zurück. Der Einsatz von Visual Content ist unverzichtbar.

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So lassen sich visuelle Content-Formate in Deine Beiträge integrieren

Bilder im Content-Marketing

Kennst Du das? Du siehst ein Bild und musst plötzlich lächeln, laut lachen oder sogar weinen. Bilder sind in der Lage, tief in uns sitzende Emotionen herzuvorrufen.

Wecke mittels Bilder im Content-Marketing Emotionen, um Deine Botschaft den Kunden zu vermitteln. Noch besser: erzähle kleine Geschichten, die den Kunden im Herzen berühren. 

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Tipps für Deine Bilder im Content-Marketing

  • Skizziere vorab Deine Message und Dein Nutzenversprechen!
  • Behalte Deinen Zielkunden vor Augen!
  • Nutze Bilder zur Auflockerung von Textinhalten.
  • Bilder sollten SEO optimierte Dateibezeichnungen und Beschreibungen haben.
  • Achte auf hohe Bildqualität und Auflösung!
  • Behalte stets das Urheberrecht im Blick!

Videos im Content-Marketing

Bewegtbild-Content gewinnt im Netz rapide an Bedeutung.
Auch Google und Facebook reagieren bereits auf den Trend: Webseiten mit integrierten Clips werden besser bewertet und haben somit mehr Sichtbarkeit. Video-Marketing macht also auch im Hinblick auf SEO durchaus Sinn.

Vorsicht

Bewegtbild zieht die Aufmerksamkeit des Users an. Klingt gut, kann aber dazu führen, dass Dein Konversionsziel seltener erreicht wird. Prinzipiell schwächt Ablenkung die User Experience. Sei also vorsichtig, wenn Du Videos oder sonstige Animationen einsetzen möchtest.

Lass Deine Kreativität freien Lauf. Ob Erklärvideos, Interviews, DIY-Anleitungen, oder Kurzfilme. Immerhin verzeichnet die Videoplattform YouTube einen Upload von etwa 300 Stunden Videomaterial pro Minute. 1 Billionen Videos werden von den Usern pro Tag konsumiert.

Infografiken im Content-Marketing

Vor allem bei komplexen Themen können Infografiken als Content-Marketinginstrument sehr unterstützend sein. Alles Wichtige aus dem Text kann in Form von Charts, Tabellen, Diagrammen und Co. zusammengefasst werden. Dabei sollten sie jedoch einige Regeln beachten:

  • Der beschriebene Sachverhalt sollte auf seine Essenz reduziert werden. 
  • Die Grafik sollte auch losgelöst, d. h. ohne ergänzende Inhalte funktionieren.
  • Präsentiere nicht mehr als sieben Elemente.
  • Nutze möglichst wenig Farben und Schriften. 
  • Vermeide Textinhalte innerhalb der Infografik. 

GIFs (Grafics Interchange Format)

Das Graphics Interchange Format (engl. Grafikaustausch-Format), kurz GIF (Aussprache nach Erfinder [d͡ʒɪf], häufiger jedoch auch [gɪf]), ist ein Grafikformat für Bilder mit Farbpalette (Farbtabelle mit max. 256 Farben, inkl. einer „Transparenzfarbe“). Quelle: Wikipedia

Graphics Interchange Format AKA der GIFs sind vielseitig einsetzbar.
Bereits seit einigen Jahren sind sie auf sozialen Plattformen, in E-Mails, Blog-Posts, oder auf Webseiten ein beliebtes Mittel, um das Augenmerk auf sich zu richten.

GIFs fallen auf. Sie haben die Fähigkeit, Emotionen schnell und prägnant zu vermitteln und meistens ein Lachen auf die Gesichter der Leser zu zaubern. Warum sollte man sie also nicht auch in die eigene Content-Strategie einbeziehen? GIFs sind interaktiver und optisch ansprechender als Bilder, aber viel günstiger in der Produktion als Videos.

  • Sie sind aufgrund ihrer geringen Dateigröße mobilfreundlich
  • GIFs funktionieren, anders als Videos, in den allermeisten E-Mail-Clients
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Fazit

Visual Content ist nicht nur wichtig, um Informationen und Storys zu transportieren. Visuals helfen auch, die Aufmerksamkeitsspanne des Users immer wieder rechtzeitig zu erhöhen. Hier ist aber Vorsicht angesagt: vor allem Bewegtbild kann das Konversionsziel negativ beeinflussen.

Über die Autorin
Über die Autorin

Carolin Weber ist begeisterte Social Media Managerin sowie Influencerin – und verkörpert bei uns die Generation Y. Seit ihrem Bachelor of Arts im Mode- und Designmanagement unterstützt sie Unternehmen im Content-Marketing.

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