Stockfotos des Grauens: Warum die erste Idee oft die schlechteste ist.

Wer nutzt Sie nicht: Stockfotos sind ein Klassiker zum Aufhübschen von Webinhalten und Prospekten. Sie sind kostengünstig und schneller verfügbar als eigene Schnappschüsse. Und wer hat schon Zugriff auf professionelle Models und Settings?

Gleich vier Probleme ergeben sich beim Einsatz von Stockfotos.

Langeweile

Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich in den Medien zu bestimmten Themen stereotypische Fotos durchgesetzt. Denken wir an ein bestimmtes Thema, haben wir ein konkretes Bild vor Augen. Die Konsequenz: Der Content wirkt auf dem ersten Blick immer öfter austauschbar.

Lösung: Besser ist manchmal der Zugriff auf Stories, Metaphern oder Szenen aus dem eigenen Alltag. Bleibe bei den Visuals jedoch möglichst immer in derselben Perspektive, z. B. der eigenen oder der des Kunden.

Stockfoto Beispiel 1

Beliebt, wenn es um das Thema Datenschutz und Security geht: Der gesichtslose Kapuzenträger am Computer.

Fehlende Authentizität

Der massive Einsatz von Stockfotos suggeriert dem Kunden, man würde sich hinter einer künstlichen Fassade verstecken wollen.

Lösung: Wer authentisch rüberkommen möchte, sollte wenigstens ein paar Team-Portraits und Behind-the-Scene-Fotos präsentieren.

Stockfoto Beispiel 2

Der Klassiker schlechthin: Der weibliche Call Center Agent mit schneeweißen Zähnen und direktem Blick.

Inkonsistente Bildsprache

Der Zugriff auf Stockfotos birgt die Gefahr, die Bildsprache außer acht zu lassen. Zu einer professionellen Kommunikation gehört, das insbesondere die Tonalität, Helligkeit, Kontrast, Farben, Farbtemperatur, Abstraktionsgrad und der Bildstil möglichst einheitlich sein sollten. Im Zweifel zieht man deshalb professionelle Bildredakteure heran, die dafür ein Auge haben.

Stockfoto Beispiel 3

Ein jeder kennt sie: Die fürsorglichen Hände mit einem Pflanzentrieb. Symbolisiert Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Unklare Urheberrechte

Vor allem auf Gratis-Bilddatenbanken ist die Herkunft von Bildern nicht immer nachvollziehbar und wasserdicht abzuklären. Es bleibt das Risiko teurer Abmahnungen, wenn eines Tages  der Urheber seine Rechte geltend machen möchte. Im Zweifel also lieber Stockfotos von einem namhaften Anbieter beziehen und dafür ein paar Euro investieren.

Stockfoto Beispiel 4

Dieses universelle Motiv aus der Vor-Covid-Ära soll dabei helfen, Vertrauen zu entwickeln. Doch klappt das?

Fazit

Sei nicht vorschnell bei der Auswahl von Stockfotos. Zu plumpe Kommunikation wirkt unprofessionell. Besser ist es, jedes Foto den Teil einer großen Geschichten erzählen zu lassen.

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Über den Autor

Über den Autor

Frank Rix beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit Data-Driven Marketing. Nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik in Flensburg beriet er u. a. Unternehmen wie Montblanc, Euler Hermes, PwC und DHL.

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