Erfolgreiches Social-Media-Marketing in 8 Schritten

Social-Media-Marketing ist ein wenig wie Landwirtschaft: Nur auf harte Arbeit und Ausdauer folgt eine ertragreiche Ernte. Wobei die „Arbeit“ viel Freude bereiten kann, wenn man gern mit Menschen kommuniziert. Doch damit allein ist es nicht getan…

Social is a channel, Content is a tactic.

Die Basics

Für wen lohnt sich Social-Media-Marketing?

Social-Media-Marketing eignet sich vor allem für Organisationen, welche einen persönlichen Dialog mit (potenziellen) Kunden führen wollen und viel Wert auf Authentizität legen. Letzteres wünschen sich vor allem Kunden der Generation Y & Z. 

Der Einstieg ins Social-Media-Marketing

138 Minuten verbringen User in Deutschland täglich in sozialen Netzwerken. Dabei ist mit 19% selbst die Ü65-Generation stark vertreten. Es gibt folglich wenig Gründe, die Finger von  Social Media zu lassen. Zumal immer raffiniertere Tools zur Zielgruppenansprache zur Verfügung stehen. Zum Beispiel Targeting auf Basis demographischer Merkmale, Beruf, Hobbys und so weiter.

social-media-ausgaben

Pinned Tweets, Geofilter, Trendjacking, …Bei der Vielzahl neuartiger Begriffe kann einem Marketer schon sehr schwindelig werden. Und schnell beschäftigt man sich mit Dingen, die man eh nicht benötigt. Wer wirft dann nicht irgendwann frustriert das Handtuch?

Um Dein Social-Media-Marketing vom Kopf auf die Füße zu stellen, haben wir eine Checkliste zusammengestellt…

In 8 Schritten zum erfolgreichen Social-Media-Marketing

1. Das Team bestimmen

In einem jungen, agilen Umfeld bestimmt immer vorab das Team die gemeinsamen die Ziele. Das fördert die Motivation und führt zu besseren Ergebnissen. Wesentliche Rollen im Social-Media-Marketing sind:

  • Social Media Manager: Kümmert sich übergreifend um die Strategie und Budgets
  • Redakteur: Kommuniziert mit den Usern
  • Kurator: Screent verschiedene Kanäle nach Artikeln von Dritten
  • Content Creator: Produziert Content (Text, Bild, Video, Ton)

Natürlich gibt es weitere Rollen, aber eine strenge Arbeitsteilung macht nur bei wirklich sehr großen Projekten und Budgets Sinn. Umgekehrt lässt sich der Job des Redakteurs und Kurators auch in Personalunion problemlos ausführen. Wichtig ist: Jedes Teammitglied sollte mit Leidenschaft seine Rolle einnehmen. Diese Eigenschaften bringen naturgemäß „Digital Natives“ mit.

2. Das "Warum" identifizieren

Wisst Ihr überhaupt, warum Ihr macht, was Ihr macht? Die Rede ist nicht vom Geldverdienen, sondern Euren Unternehmenszweck (englisch: Purpose). Eure Beweggründe bilden die Grundlage einer Story, welche mittels der Sozialen Netzwerke transportiert werden kann. Bei der Suche nach dem Unternehmenszweck sind die Publikationen von Simon Sinek hilfreich.

3. Zielkunden ermitteln

Buyer Personas definieren

Eure Social-Media-Aktivitäten sind bereits Bestandteil eines Marketingkonzepts? Großartig. Dann wisst Ihr präzise, was für Menschen Ihr ansprechen möchtet. Falls so ein Marketingkonzept nicht existiert, erstellt zunächst zwei bis drei Buyer Personas. Je präziser desto besser.

    • Alter
    • Geschlecht
    • Bildung
    • Hobbys
    • Affinität zu bestimmten Marken/Unternehmen/Organisationen
    • Einstellung/Ziele
    • Bedürfnise und Pains

Im B2B-Marketing sind ergänzende Merkmale von Bedeutung:

    • Position
    • Rolle
    • Anzahl Mitarbeiter in der Organisation
    • Branche/Segment
    • Derzeitige Organisation

Buyer Personas helfen nicht nur bei der Kommunikation im Team. Sie befähigen Dich dazu, die Welt aus der Perspektive eines Kunden zu betrachten.

Im neuen Miteinander sind Lovemaker die neuen Brandleader. Zitat aus dem Buch „Audience Development“.

Dr. Bernhard Förg und Christian Spath

4. Kanäle bestimmen

Im Marketing müssen wir Menschen dort ansprechen, wo sie sich aufhalten. B2C-Kunden sind immer auch irgendwie B2B-Kunden – und umgekehrt. Das gilt vor allem für die nach 1990 geborenen Millenials. Deren Privat- und Berufsleben lässt sich nur noch selten klar trennen. Deshalb kann im B2B-Marketing sogar Facebook oder Instagram geeignet sein, um das Zielpublikum zu erreichen. Werbung ist auf B2C-Netzwerken naturgemäß auch deutlich billiger.

Abhängig von Deinen Ressourcen ist es sinnvoll, wenn Du Deine Aktivitäten zunächst auf ein bis maximal zwei Netzwerke beschränkst. Ansonsten verzettelst Du Dich.

Übersicht von Social Media Kanäle

5. Kanäle einrichten

Es dauert nur wenige Minuten, Konten in den relevanten Netzwerken zu eröffnen. Aber damit ist es nicht getan. Zunächst einmal muss die Wahl des öffentlich sichtbaren Kontonamens wohlüberlegt sein. Nachträgliches Ändern ist oft schwierig oder gar unmöglich. Frage Dich daher: Entspricht der Kontoname dem Markennamen? Resultiert daraus eine einfach zu merkende Webadresse?

Wiedererkennungswert ist das A und O. Nutze weitgehend identische Key Visuals, Logos und Farben. Wichtig ist auch eine Kurzbeschreibung inklusive der Nutzung geeigneter Hashtags. Einige Netzwerke bieten sehr umfassende Möglichkeiten für einen ganz individuellen Auftritt.

Unterschiedlich sind in den Netzwerken auch die Einstellungen für Sichtbarkeit und Interaktionsmöglichkeiten. Vor allem Facebook ermöglicht es festzulegen, wer den Auftritt überhaupt sehen darf (Land, Sprache, Alter).

Zu guter Letzt achte unbedingt auf ein gültiges Impressum und die Verlinkung der Datenschutzbestimmungen.

6. Redaktionsplan erstellen

Fans gewinnt man in Sozialen Netzwerken nur mit regelmäßiger Präsenz. Wer bloß ein- oder zweimal im Monat in Erscheinung tritt, wird quasi nicht wahrgenommen und kann kaum Beziehungen zu Usern aufbauen. Damit solche “Löcher” in der Timeline gar nicht erst entstehen, sollte es für jeden Kanal einen hauptverantwortlichen Redakteur (sowie eine Vertretung) geben. Deren Aufgabe ist nicht nur der Dialog mit Usern, sondern auch die Planung von zu produzierenden Content. Da die Vorlaufzeit manchmal groß ist, sollte stets ein Redaktionsplan für die nächsten 3-4 Wochen geführt werden.

7. Für Grundrauschen sorgen

Und los geht es! Starte in den Kanälen mit ersten 5 bis 10 Postings. Schön ist eingehend eine Begrüßung und Vorstellung des gesamten Teams. Selbst dann, wenn noch gar keine richtige Fangemeinde existiert. Poste Artikel ruhig zeitversetzt in verschiedenen Kanälen. Sorgt mit Bekannten, Partnern und Freunden für „Social Proof“, d.h. die Interaktion mit Euren Artikeln in Form von Kommentaren und Likes.

8. Tägliches Ritual einführen

Reserviere täglich einen festen Zeitraum (etwa 30-60 Minuten) für die Interaktion im Netzwerk. Falls Du über einen Redakteur verfügst, macht der den ganzen Tag nichts anderes:

  • Sich mit interessanten Personen connecten.
  • Mit Kontakten austauschen.
  • Interessante Artikel und Beiträge bewerten und kommentieren.
  • Besonders interessante Beiträge abspeichern (Anregung für eigene Posts)

Was posten?


1. Educational-Content (Artikel, Infografiken)

2. Persönliches (Werdegang, Hürden, Erfolge)

3. Arbeit beschreiben (Tools, Meilensteine, ...)

4. Position beziehen (Authentizität und Emotionalität ziehen immer)

5. Geschichten erzählen (bleiben im Kopf)

6. Besonders gut funktionieren Videos

Fazit

Die Hürden für den Einstieg ins Social-Media-Marketing sind geringer als der Einstieg ins Content-Marketing. Dennoch ist Geduld uns Ausdauer unverzichtbar. Noch wichtiger: Eine Leidenschaft für soziale Interaktion. Und eine dokumentierte Strategie.

Über den Autor

Über den Autor

Mein Name ist Frank Rix und ich beschäftige mich bereits mehr als 20 Jahre lang mit Data-Driven Marketing. Als Wirtschaftsinformatiker entwickelte ich zahlreiche Tools, die bis heute namhafte Unternehmen in Marketing und Sales unterstützen. In meiner Laufbahn beriet ich unter anderem Otto, Montblanc, PwC und Lufthansa.

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