Abheben mit dem Marketing Flywheel

Ein jeder kennt das Gefühl von “Flow” – dem mühelosen Bewältigen großer Aufgaben.  Zielgerichtet und reibungslos.

Stell Dir eine Marketing-Abteilung vor, in der so ein Flow greift: Viele Conversions bei hoher Effizienz. Einen solchen Ansatz beschreibt das Marketing Flywheel – zumindest in der Theorie. 

Was ist das Marketing Flywheel?

Das Marketing Flywheel ist laut den Erfindern eine Fortentwicklung des Funnel-Modells. Während Letzteres die schrittweise Konvertierung eines singulären Zielkunden beschreibt, kann sich das Marketing Flywheel dadurch abheben, dass es eher einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt: Es beschreibt die drei Kernaufgaben (”Driver”) des Marketings in einem Kreislauf.

Das Marketing Flywheel ist ist ausgesprochen simpel aufgebaut und beschreibt lediglich einen Kreislauf bestehend aus den drei wichtigen Aufgaben im operativen Marketing:

Klingt nach Schnee von gestern? In gewisser Weise schon: Das traditionelle Modell eines Verkaufszyklus ist bereits viele Jahre alt.

Verkaufszyklus

Quelle: Wikipedia

Tatsächlich ist Kundenorientierung eine Selbstverständlichkeit für jedes Unternehmen. Um diese jedoch wieder in die Köpfe der Mitarbeiter:innen zu bekommen, ist sie als individuelle Größe (Wert, Einstellung) wieder hochaktuell. Funnel-Modelle spiegeln ein entsprechendes Mindset jedoch nicht wider. 

Marketing Flywheel

Was macht das Marketing Flywheel so interessant?

Neben der Kundenzentrierung sind es vor allem eine Reihe physikalischer Eigenschaften, welche das Schwungrad (englisch: Flywheel) als Metapher so interessant machen.

  • Langsames Beschleunigen: Ein Schwungrad lässt sich nur langsam beschleunigen, deshalb kommt es auf Geduld und kontinuierliche Anstrengung an. 
  • Zielgerichtete Kräfte: Manchen Kräfte beschleunigen ein Schwungrad, andere sind gegenläufig und bremsen es ab. Es gilt also, kontraproduktive Kräfte zu identifizieren. 
  • Wenig Reibungsverluste: Ein Schwungrad dreht sich besten, wenn es die richtige Form hat, nicht eiert und unnötige Reibung vermieden wird. Anders ausgedrückt: Prozesse müssen richtig sitzen.
  • Skalierbarkeit: Mit der Zeit kann man ein Schwungrad immer schneller drehen. Auch lässt es sich vergrößern, um noch produktiver zu sein.
  • Flow: Wenn ein gut laufendes Schwungrad läuft, dann läuft es. Man muss sich nicht länger auf Menschen verlassen. 
  • Kraftausübung: Ein Schwungrad leitet seine Energie dorthin, wo sie benötigt wird: An die zentrale Achse.

Exkurs: Wozu überhaupt Modelle?

In der Betriebswirtschaft und vor allem im Marketing wird gern mit Modellen gearbeitet, um komplexe Zusammenhänge greifbar zu machen. Tatsächlich ist das Zusammenspiel verschiedener Abteilungen mit unterschiedlichen Kunden nicht trivial und ein Auslöser für Reibung und Ineffizienz. Das AIDA-Modell, der Conversion Funnel und auch das Marketing Flywheel machen unterschiedliche und kritische Punkte sichtbar.

Fazit

Bedarf es weiterer Marketing-Modelle? Prinzipiell nein. Aber die Metapher eines Schwungrades passt exzellent in das moderne Inbound Marketing, weil es den Kunden wieder in den Mittelpunkt stellt.

Über den Autor

Über den Autor

Frank Rix ist seit über 20 Jahren im Digitalmarketing unterwegs. Schon vor seinem Studium der Wirtschaftsinformatik beriet er Unternehmen wie Otto, Toyota Europe und Lufthansa.

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