Abheben mit dem Marketing Flywheel.

Abheben mit dem Marketing Flywheel.

Vor rund 250 Jahren wurde das Patent für die Dampfmaschine erteilt. Wichtiger Bestandteil: das Schwungrad („Flywheel“). Es sorgt dafür, dass die Maschine immer in Bewegung bleibt. Genauso sorgt das Marketing Flywheel, dass ein Unternehmen immer in Bewegung bleibt…

Was ist das Marketing Flywheel?

Das Marketing Flywheel ist laut den Erfindern eine Fortentwicklung des Funnel-Modells (z. B. der Conversion Funnel). Während Letzteres die schrittweise Konvertierung eines singulären Zielkunden beschreibt, kann sich das Marketing Flywheel dadurch abheben, dass es eher einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt: Es beschreibt die drei Kernaufgaben (”Driver”) des Marketings in einem Kreislauf:

  • Attract (Anziehen)
  • Engage (Verbinden)
  • Delight (Begeistern)

Klingt nach Schnee von gestern? In gewisser Weise schon: Das traditionelle Modell eines Verkaufszyklus ist bereits viele Jahre alt.

Verkaufszyklus

Quelle: Wikipedia

Tatsächlich ist Kundenorientierung für jedes Unternehmen längst Selbstverständlichkeit. Zumindest auf dem Papier. Um diesen Gedanken wieder in die Köpfe der Mitarbeiter*innen zu bekommen, ist sie als individuelle Größe (Wert, Einstellung) wieder hochaktuell. Funnel-Modelle spiegeln ein entsprechendes Mindset jedoch nicht wider. In denen werden Kunden eher in ihrer Gesamtheit betrachtet.

Marketing Flywheel

Was macht das Marketing Flywheel so interessant?

Neben der Kundenzentrierung sind es vor allem eine Reihe physikalischer Eigenschaften, welche das Schwungrad (englisch: Flywheel) als Metapher so interessant machen.

  • Langsames Beschleunigen: Ein Schwungrad lässt sich nur langsam beschleunigen, deshalb kommt es auf Geduld und kontinuierliche Anstrengung an. 
  • Zielgerichtete Kräfte: Manchen Kräfte beschleunigen ein Schwungrad, andere sind gegenläufig und bremsen es ab. Es gilt also, kontraproduktive Kräfte zu identifizieren. 
  • Wenig Reibungsverluste: Ein Schwungrad dreht sich besten, wenn es die richtige Form hat, nicht eiert und unnötige Reibung vermieden wird. Anders ausgedrückt: Prozesse müssen richtig sitzen.
  • Skalierbarkeit: Mit der Zeit kann man ein Schwungrad immer schneller drehen. Auch lässt es sich vergrößern, um noch produktiver zu sein.
  • Flow: Wenn ein gut laufendes Schwungrad läuft, dann läuft es. Man ist weniger abhängig von Individuen. 
    Zentrierung: Ein Schwungrad leitet seine Energie dorthin, wo sie benötigt wird: An die zentrale Achse.

Wobei hilft das Content Marketing Flywheel?

An dem Flywheel-Modell lassen sich hervorragend Content-Marketing-Maßnahmen ausrichten.  Den Kunden anziehen, sich mit ihm verbinden und ihn begeistern sind wesentliche Funktionen von Content. Im Mittelpunkt stehen dabei seine individuellen Bedürfnisse. 

Grenzen der Kundenzentrierung

Es gibt Geschäftsmodelle, wo Kundenzentrierung schwer fällt. Und zwar dann, wenn es nicht DEN Kunden gibt. Die Rede ist zum Beispiel von Plattform Business Models, wie Amazon, Uber oder AirBnB. Hier stehen sich verschiedene Kundeninteressen konträr gegenüber und müssen in Einklang gebracht werden.

Wozu überhaupt Modelle?

In der Betriebswirtschaft und vor allem im Marketing wird gern mit Modellen gearbeitet, um komplexe Zusammenhänge greifbar zu machen. Tatsächlich ist das Zusammenspiel verschiedener Abteilungen mit unterschiedlichen Kunden nicht trivial und ein Auslöser für Reibung und Ineffizienz. Das AIDA-Modell, der Conversion Funnel und auch das Marketing Flywheel machen die neuralgischen Punkte sichtbar.

Fazit

Bedarf es weiterer Marketing-Modelle? Prinzipiell nein. Aber die Metapher eines Schwungrades passt exzellent in das moderne Inbound- und Content-Marketing, weil es den Kunden wieder in den Mittelpunkt stellt.

Über den Autor
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Moin aus Hamburg! Mein Name ist Frank und ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit Content-Marketing, Automation, Analytics und Conversion-Optimierung.

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