Mit einer erfolgreichen Landingpage durchstarten

Ein verlockendes Angebot zu haben ist das Eine – andere davon im Bruchteil einer Minute zu überzeigen das Andere. Vor allem erklärungsbedürftige Angebote erzeugen beim Kunden oft mehr Verwirrung als Neugierde. Der Erfolg einer Landingpage ist kein Selbstläufer.

Du möchtest Deine Landingpages pimpen, damit sie besser konvertieren? Diese Checkliste hilft Dir dabei!

Checkliste für eine erfolgreiche Landingpage

1) Dramaturgie einsetzen

Orientiere Dich an der AIDA-formel oder alternativ am Golden Circle von Simon Sinek: Beantworte dazu nacheinander die folgenden Fragen Deiner Zielkunden:

    • Warum sollte das Problem überhaupt gelöst werden?
    • Was für Nachteile bringt es mit sich?
    • Welche Problemlösungsstrategie wäre geeignet?
    • Was für konkrete Handlungen bieten sich an?
    • Weshalb ist die angebotene Leistung eine geeignete Lösung für das Problem?

2) Verständliche Handlungsaufforderung

Kaum Erfolg versprechend sind Landingpages ohne eine gut sichtbare und verständliche Handlungsaufforderung. Aber Vorsicht: Gebe dem Besucher maximal ein bis zwei Handlungsoptionen, von denen eine ganz klar im Vordergrund stehen sollte.

3) Eine Landingpage je Buyer Persona

Viele B2B Marketer meiden den Aufwand für die Einrichtung verschiedener Landingpages – abhängig von der Buyer Persona. Ein „One-Size-Fits-All“-Ansatz ist immer ein Kompromiss – genau wie die Startseite des eigenen Webauftritts. Dabei sind die Fragestellungen und Pains potenzieller Kunden oft sehr unterschiedlich.

b2b-landingpage

4) Kurze Ladezeit

Auch die besten Landingpages bringen nur wenig, wenn deren Ladezeit zu lang ist und User die Geduld verlieren. Achte daher auf gut komprimierte Grafiken und CSS-/JavaScript-Dateien. Falls Du WordPress einsetzt, verzichte auf unwichtige Plugins. PageSpeed Insights von Google ist ein geeignetes Tool zum Testen von Webseiten.

5) Professionelles Design

Authentizität schon und gut! Amateurhaftes Design wirkt unseriös. Farben, Abstände und Schriften müssen perfekt sitzen – auf allen wichtigen Endgeräten. Im zweifel immer besser einen UX-Designer engagieren oder wenigstens ein Template verwenden.

6) Gut strukturierter Inhalt

Vermeide unnötige Ausschweifungen. Das häufigste Problem beim Anlegen von Landingpages ist zu viel Text. Schreibe kurze Sätze und nutze Aufzählungen. Der Zielkunde muss binnen 2-3 Sekunden verstehen, weshalb Euer Angebot für ihn unverzichtbar ist. Mehr Zeit wird er Dir nicht widmen.

landingpage-aufbau

7) Responsive Design

Achte unbedingt darauf, dass Deine Landingpage auf mobilen Endgeräten genauso gut funktioniert wie auf Desktop-Clients. Das gilt auch für Webformulare, die naturgemäß auf kleinen Displays so ihre Tücken haben.

8) Berücksichtigung des Blickverlaufs

Der Besucher arbeitet sich für gewöhnlich von oben nach unten sowie von links nach rechts durch und orientiert sich dabei an Bildern und Headlines.

blickverlauf

Es ist für Dich vorteilhaft, wenn während dieses Blickverlaufs die einzelnen Stufen des Golden Circles bzw. des AIDA-Modells nacheinander erfasst werden (siehe Punkt #1).

9) Farben vernachlässigen

Über den optimalen Einsatz von Farben für eine positive User Experience wird viel geschrieben. Meine  Meinung: Es ist ziemlich egal, ob auf der Landingpage ein Button grün oder rot ist. Entscheidend ist vielmehr, dass der User sich gut orientieren kann – und die Handlungsaufforderung leicht erfassbar ist. Beschränke Dich deshalb auf eine Palette mit nicht mehr als drei bis vier Farben und achte auf starke Kontraste.

So gestaltest Du eine erfolgreiche Landingpage

1. Definiere ein klares Reaktionsziel!

Lege fest, welche Reaktion Du Dir vom Landingpage-Besucher wünschst! Soll er eine Telefonnnummer wählen, einen Rückruf anfordern, Produktdetails einsehen, für einen Newsletter registrieren, etwas kaufen, mieten, buchen oder reservieren? Entscheide Dich für nur ein primäres Reaktionsziel und platziere dafür eine gut sichtbare und verständliche Handlungsaufforderung („Call-to-Action“)!

2. Bleib Verständlich!

Der Inhalt der Landingpage muss ohne große kognitive Anstrengung erfassbar sein. Nutze deshalb die Sprache Deiner Zielkunden, verzichte auf überflüssige Fremdwörter und beschränke Dich auf die Beantwortung der wichtigsten Kundenfragen!

3. Verzichte auf überflüssige Inhalte!

Entferne alles, was dem primären Reaktionsziel entgegensteht. Dazu gehören unnötige Verlinkungen (inkl. der die Navigation) und Inhalte, die eher Verwirrung und neue Fragen beim Zielkunden auslösen können.

4. Nimm Bezug auf den vorherigen Touchpoint!

Die Landingpage sollte noch einmal die Wörter bzw. Werbeaussagen aufgreifen, die den User zuvor neugierig auf Dein Angebot gemacht haben.

5. Mach Dein Nutzenversprechen leicht erfassbar!

Wähle eine Kombination aus Überschrift und ein Visual, welche Dein Nutzenversprechen („Value Proposition“) auf den Punkt bringt. Das ist nicht einfach und gelingt den Wenigsten auf Anhieb. Vor allem Startups ohne Product/Market-Fit tun sich hier sehr schwer. 

6. Ermögliche eine einfache Reaktion!

Falls Du ein Webformular nutzt, verzichte auf unnötige Eingabefelder, denn jedes einzelne wirkt wie ein Filter und verringert die Konversionsrate. Achte jedoch auf die Rechtskonformität generierter Opt-ins. Dabei hilfreich kann eine Checkbox sein, mittels der ein User den Datenschutztbestimmungen etc. explizit zustimmen muss, um das Formular abzusenden.

Fazit

Du wünscht Dir eine erfolgreiche Landingpage? Oftmals sind es bloß Kleinigkeiten, die den Erfolg schwächen. Unsere Tipps helfen Dir dabei, die wichtigsten Stellschrauben zu identifizieren und die Konversionsrate spürbar zu erhöhen.

Über den Autor

Über den Autor

Frank Rix beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit Data-Driven Marketing. Nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik in Flensburg beriet er u. a. Unternehmen wie Montblanc, Euler Hermes, PwC und DHL.

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