Content-Ideen finden und organisieren.

Content-Ideen finden und organisieren.

Das Netz ist voll mit hochwertigem Content. Es bedarf nur zwei oder drei Klicks und man findet zu (fast) jedem Nischenthema nützliche Fachartikel, Podcasts oder gar Videos. Content-Marketing ist folglich harte Arbeit. Du bist nur dann erfolgreich, wenn Du täglich neue Content-Ideen finden und effizient organisieren kannst. 

Die Situation

Content-Qualität lässt sich immer nur in Kombination mit dem Zielpublikum bewerten. Erfolgreiche Content Marketer müssen deshalb die Perspektive ihrer Kunden einnehmen. Das ist einfacher als gesagt als getan und gelingt längst nicht jedem.

Lass Dich nicht einschüchtern! Deine Aufgabe ist es nicht, Content zu einzigartigen Themen zu entwickeln. Deine Aufgabe ist es, Content individuell auf Deine Zielkunden maßzuschneidern.

Im Mittelpunkt: Der Zielkunde

Was genau wünscht sich Dein Zielkunde? Was sind seine größten Pain Points Deines? Welche Fragen stellt er sich? Greife am besten auf das Konzept der Buyer Persona zurück, wenn Du in die Rolle Deiner Kunden schlüpfen möchtest.
 
Diese Antworten können sich entlang seiner Customer Journey (Kundenreise) unterscheiden. Notiere sie am besten alle – von den ersten Recherchen bis hin zum Kauf.

Genauso wichtig: Deine Ziele

Damit Content bestimmte Bedürfnisse des Zielkunden befriedigen kann, muss dieser bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Auch hier lohnt sich die Perspektive des Zielkunden: Welches Content-Format schätzt dieser? Wie detailliert muss der Inhalt beschrieben werden?

Content Ideen finden

So findest Du tolle Content-Themen in 3 Schritten

Schritt #1: Deine Nische finden

Wie finden wir heraus, welcher Content sowohl zu meiner Marke passt, als auch wirklich die Kunden interessiert? Was Du suchst, nennt sich im Fachjargon “Sweet Spot”.

Was genau ist der Sweet Spot?

Der Sweet Spot ist die Antwort auf die Frage, über was Du schreiben solltest bzw. möchtest. Bevor Du z. B. einen Corporate Blog startest, sollte die inhaltliche Ausrichtung gut durchdacht sein. Wie bei einer Marke muss klar sein, wofür der Blog steht.

Den Begriff “Sweet Spot” hat der Gründer des Content Marketing Instituts (CMI), Joe Pulizzi, ein Vorreiter des modernen Content-Marketing-Gedankens, geprägt.

“Most of the content marketing examples we see are general and not helpful. In that case, it would be better not to create any content at all.”

Joe Pulizzi

Gemeint ist die Schnittmenge zwischen dem eigentlichen Kompetenzbereich des Unternehmens und den Pain Points des Kunden. 

Der Scweet Spot im Content Marketing

Die Ermittlung Deines Sweet Spots

Um Deinen persönlichen Sweet Spot festlegen zu können, solltest Du bereits über fundierte Kenntnisse über Deine Zielgruppe verfügen. Ebenso sollten Dir die Ziele, die Du mit Deinem Content-Marketing erreichen möchtest, bewusst sein.

Stelle Dir folgende drei Fragen:

I. Informationsbedarf unserer Kunden - Was braucht Dein potenzieller Kunde?

Überlege, was ihre Herausforderungen im Alltag sind und welche Informationen ihnen helfen könnten, ihre Arbeit besser zu erledigen. Um das herauszufinden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hier ein paar Anregungen:

  • Frage Deine Kunden direkt
  • Setze Dich mit den Kollegen und Kolleginnen aus dem Kundendienst zusammen
  • Beobachte Diskussionen in sozialen Medien und Foren
  • Führe eine Keyword-Analyse durch
  • Besuche die Blogs von Mitbewerbern
II. Die eigene Expertise - Welches Themenspektrum kannst Du intern abdecken?

Womit kannst Du den größten Mehrwert liefern?

Beachte dabei, dass es sicherlich Themenfelder gibt, über die bereits häufig berichtet wurde. Denen solltest Du nicht allzu viel Aufmerksamkeit widmen. Gerade bei begrenzten Ressourcen ist es wichtig, sich zu fokussieren. Werde Dir Deiner Stärken bewusst!

III. Berücksichtigung der Buyer Journey

Du vertreibst komplexere oder teurere Leistungen? Dann unterscheidet sich die Relevanz der Themen innerhalb der Kundenreise oft stark. Achte darauf, dass Du für alle Phasen ausreichend Themen bedienst. Vernachlässige also keine Phase.

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Schritt #2: Kernthemen bestimmen

Hast Du alle Fragen erfolgreich beantwortet, stehst Du idealerweise vor einer Auswahl an inhaltlich passenden Themen. Nun geht es darum, den Schwerpunkt zu finden.

Bewerte hierfür Deine Themen nach Potenzial:

  • Welche Themen lassen sich mit geringem Aufwand schnell umsetzen?
  • Wo herrscht hoher Wettbewerbsdruck?
  • Gibt es ein Nischenthemen?
  • Was sind aktuelle Trendthemen?
  • Welcher Content kann gut geteilt werden?

Schritt #3: Content-Themen ableiten

Gehe im dritten Schritt analytisch vor und nutze am besten eine Mindmap:

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Sammle zu jedem Punkt Deines Topic Clusters typische Kundenfragen und -probleme. Du kannst hier wieder vorgehen wie in Schritt #1. Bei der Recherche nach typischen Kundenfragen helfen jedoch auch Keyword-Tools wie der Google-Keyword-Planer oder das kostenlose Tool keyword.io. Gute Ergebnisse liefert aber auch Google Suggest, also die Autovervollständigung der Google-Suche:

google-suggest-beispiel

Auch ein Blick in andere Blogs und in Fachzeitschriften kann wertvolle Inspirationen liefern.

Content-Ideen sammeln mit System

Tatsächlich ist die Basis für Erfolg im Content-Marketing der professionelle Umgang mit den Ideen. Doch wie genau muss man sich das vorstellen?

Was sind Content-Ideen überhaupt?

„Ideen sind der Spielball des formbaren Geistes.“

E.M. Forster – Die Maschine steht still

Ideen dienen Dir Anknüpfungspunkte für zukünftigen Content. Bei ihnen handelt es sich zunächst oft um:

  • Schlagwörter
  • Fragen
  • Stichwörter
  • Textfragmente
  • Infografiken
  • Skizzen
  • Headlines

Tipps für das Sammeln von Ideen

1. Bestimme einen festen Ort für Content-Ideen!

Vor allem für Teams lohnt sich ein zentraler, für alle sichtbarer Ort zur Ideensammlung. Ein Klassiker ist z. B. Trello. Hier können Teammitglieder auch mobil auf Ideen zugreifen.

2. Sammle so viele Content-Ideen wie möglich!

Je mehr Ideen Du mit Deinem Team sammelst, desto besser. Motiviere daher möglichst viele Kolleginnen und Kollegen dazu, regelmäßig eigenen Input zu liefern. Dazu muss ggf. das traditionelle Silodenken aufgebrochen werden. Denn je unterschiedlicher die Hintergründe der Teams sind, desto vielseitiger sind die Ideen. Ganz wichtig: Ideen dürfen zunächst nicht bewertet werden!

Tipp

Je nach Branche eignen sich soziale Netzwerke perfekt zum Sammeln von Ideen. In Twitter, Instagram und LinkedIn kannst Du Postings bequem mit einem Lesezeichen versehen.

3. Strukturiere die gesammelten Ideen!

Sorge regelmäßig dafür, dass neue Ideen bewertet und thematisch zusammengefasst  werden. Dies ist eine Aufgabe, die sich ebenfalls in Teamarbeit angehen lässt.

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4. Leite neue Themen ab!

Gehen Deine Ideensammlung durch. Verknüpfe und verändere einzelnen Ideen, um daraus etwas Neues zu entwickeln. Bewerte die neuen Ideen im Team und leite daraus interessante neue Themen ab. 

Fazit

Content-Themen finden ist gar so schwer. Voraussetzung ist der Fokus auf den Zielkunden und eine strukturierte Vorgehensweise. Versuche am besten einen festen Workflow für die Ideengenerierung zu implementieren.

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Über den Autor
Über den Autor

Moin aus Hamburg! Mein Name ist Frank Rix und ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Content-Marketing und Conversion-Optimierung. Mein erstes Content-Projekt war 1997 ein Infotainment Special für otto.de.

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